Blähungen an Bord: ziehen lassen!

18. Februar 2013, 16:49
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Wer sich im Flugzeug mit Bauchschmerzen herumquält hat nun zumindest die wissenschaftliche Bestätigung, dass Zurückhalten die schlechteste Lösung ist

Hand aufs Herz: Wer hat sich noch nie an Bord eines Flugzeugs unter Bauchschmerzen gewunden und still vor sich hin gelitten, weil drückende Gase den Körper verlassen wollten?

Ein Team aus dänischen und neuseeländischen Gastroenterologen (Mediziner, die sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts befassen) haben nun einen Fachbericht veröffentlich, der - zumindest theoretisch - die Befreiung für alle von Blähungen gequälten Passagiere der Welt bedeutet. Im New Zealand Medical Journal rufen Hans C. Pommergaard, Jakob Burcharth, Andreas Fischer William E. G. Thomas und Jacob Rosenberg dazu auf, "ihn fahren zu lassen"!

Der Druck macht Druck

Vermehrte Flatulenzen im Flieger ließen sich einfach nicht vermeiden, da der Kabinendruck zu vermehrter Gasproduktion im Körper führt. Schon im täglichen Leben sind die Gase aus dem Inneren des Körpers ein Problem, da sie naturgemäß weder geruchs- noch geräuscharm sind. Im beengten Raum einer Flugzeugkabine ist das Drücken im Bauch um ein Vielfaches unangenehmer. Die Gase zurückzuhalten könne jedoch zu unangenehmen körperlichen Symptomen führen, warnen die Wissenschaftler und raten dazu, sie einfach hinaus zu lassen.

Um die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die anderen Fluggäste zu minimieren, könnte Aktivkohle in die Sitzpolster eingebaut werden, die die strengen Gerüche absorbieren könne. Passagiere könnten auch Unterwäsche mit Aktivkohle tragen, um die Geruchsverbreitung einzuschränken. Weiters schlagen die Mediziner noch vor, vor Abflug einen Test bei den Passagieren vorzunehmen, bei dem die Menge an Methangas in der Atemluft gemessen wird oder beim Bordmenü die Ballaststoffe zu reduzieren. (red, derStandard.at, 18.2.2013)

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    Was tun gegen den unangenehmen Geruch menschlicher Darmgase im Flugzeug?

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