Schiedsrichter-Komitee vs. Kühbauer

18. Februar 2013, 17:57
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Vorsitzender Hantschk gab allerdings zu, dass Krassnitzer bei falscher Elfer-Entscheidung "bewusst getäuscht" wurde

Wien - In einer Aussendung hat das Schiedsrichterkomitee Bundesliga/Elite die Aussagen von Admira-Trainer Dietmar Kühbauer nach der 1:2-Heimniederlage seines Klubs gegen Wiener Neustadt kritisiert. Der Coach hatte Schiedsrichter Manfred Krassnitzer des Betrugs bezichtigt. Kühbauer hatte im TV-Sender Sky gesagt: "Wenn man den Ausgleichstreffer sieht: Das ist Betrug, was da passiert ist. Das sind Schiedsrichter, die das letzte Jahr am Werk sind und einen Klub zusammenhauen wollen."

Das Schiedsrichterkomitee teilte mit: "Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage und werden aufs Schärfste zurückgewiesen." Kühbauer komme seiner Vorbildwirkung nicht nach.

Der Komitee-Vorsitzende Johann Hantschk gab allerdings zu, dass der Elfmeter für Wiener Neustadt nicht zu geben gewesen wäre. "Der Schiedsrichter wurde durch die Schwalbe eines Wiener Neustädter Angreifers bewusst getäuscht." Kühbauer bleibt eine Anzeige wohl erspart. Dabei ist er bereits im Herbst negativ aufgefallen. Nach dem 5: 1-Sieg gegen Mattersburg bezeichnete er die Schiedsrichter kollektiv als " Kreaturen". Er bekam von der Bundesliga eine Geldstrafe von 2000 Euro aufgebrummt, allerdings bedingt auf zwölf Monate. Immerhin hatte sich Kühbauer damals für seine Aussage entschuldigt. (APA, DER STANDARD, 19.2.2013)

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    "Wir hätten das Spiel nie verloren ohne diesen Elfmeter", sagt Dietmar Kühbauer.

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