Steinzeit-Funde von NS-Archäologen werden zurückgegeben

18. Februar 2013, 15:00
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Deutsches Pfahlbaumuseum lässt rund 10.000 Tonscherben aus der Jungsteinzeit nach Griechenland zurückbringen

Friedrichshafen - Die Rückgabe archäologischer Fundstücke an Griechenland ist nichts Neues, diesmal, geht es jedoch nicht um antike, sondern um steinzeitliche Artefakte: Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee hat erklärt, dass es Griechenland rund 10.000 Tonscherben aus der Jungsteinzeit zurückgeben werde.

Es handle sich dabei um Restbestände einer Ausgrabung in der griechischen Region Thessalien, sagte Museumsdirektor Gunter Schöbel am Montag. Die bis zu 8.000 Jahre alten Tonscherben lagern seit den 1950er-Jahren in dem Museum am Bodensee. Sie wurden 1941 unter Hitlers Chefideologe Alfred Rosenberg von deutschen Archäologen ausgegraben - damals mit der Genehmigung griechischer Behörden.

Dennoch will Schöbel die zum Teil bunt bemalten Objekte und einige Dokumentationsunterlagen zurückgeben, sobald sie wissenschaftlich untersucht worden sind. Sie könnten dazu beitragen, die Siedlungsgeschichte der griechischen Region noch einmal neu zu bewerten, sagte Schöbel. (APA/red, derStandard.at, 18. 2. 2013)

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