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Washington - Von einem Infektions-Kombinationspaket mit positiven Folgen für das "Opfer" berichtete die US-Forscherin Marilyn Roossinck beim Jahreskongress des US-Wissenschaftsverbands AAAS. Sie stellte fest, dass die Infektion mit einem seinerseits infizierten Erreger Pflanzen extreme Klimabedingungen aushalten lässt, unter denen sie sonst eingehen würden.
Gemeinsam mit ihrem Team hat die an der Pennsylvania State University forschende Biologin beispielsweise Pflanzen im Yellowstone-Nationalpark im Nordwesten der USA untersucht, wo der vulkanische Boden sehr heiß werden kann. Die Wissenschafter entdeckten, dass alle Proben einer bestimmten Gras-Sorte von einem Pilz befallen waren, der wiederum mit einem Virus infiziert war.
Das Forscher-Team trennte Pilz und Pflanze und befreite den Pilz von dem Virus. Wenig später gingen sowohl Pilz als auch Pflanze bei den herrschenden Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius ein. Als die Forscher die Verbindung aus Pflanze, Pilz und Virus wieder hergestellt hatten, konnten alle Komponenten die Temperaturen überleben. "Das Virus ist absolut notwendig für die Fähigkeit, der Hitze zu widerstehen", sagte Roossinck.
Wie das Virus die Pflanze aber genau wetterfest macht, das haben die Forscher noch nicht herausgefunden. Weitere Untersuchungen könnten möglicherweise in der Zukunft dazu beitragen, Pflanzen auf natürlichem Weg ohne Chemikalien widerstandsfester zu machen, sagte Roossinck. (APA/red, derStandard.at, 18. 2. 2013)
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Hm. Wäre interessant zu erforschen, ob ein mit anderer Krankheit infizierter Erreger auch für den Menschen besondere positive Effekte hervorbringen kann wie z.B verbesserte Immunabwehr bei schweren Infektionskrankheiten oder verbesserten Stoffwechsel.
Das wäre mal was.
Basiswissen:
Unter "teaming with microbes" stellt Landwirtschaft und Gartenbau vom Kopf auf die Beine) beschreibt Autor Loewenfels die Grundlagen des Nährenden Netzwerks "food web". Der Boden nährt, verteidigt (von da hat die Pharma-Ind. die Antibiotika abgekupfert), und informiert die Pflanzen.
Zusammen mit den kritischen Anregungen des franz. Agrologen Claude Bourgignon bleibt von der derzeitigen Landzerstörungsideologie außer Kurzzeitprofit nicht viel über...
Was die meissten nicht kennen, ist die dramatische Lage der ehemals fruchtbaren Böden -so daß wir im Grunde keine Wahl haben: nachhaltig wirtschaften (d.h. KEIN PFLÜGEN) oder globale Ernährungskrise.
der begriff sym*bio*se im zusammenhang mit einem virus ist vllt etwas grenzwertig, weil sich viren eben knapp jenseits der definitionsgemäßen grenzen des "belebten" befinden. vllt muss erst ein exakter begriff für diese konstellation geprägt werden, aber vorerst halte ich "symbiose" (von mir aus mit bewusst gesetzten gänsefüßchen) trotzdem für diese virus-pilz-pflanzen-beziehung, in der die beiden ersten ihren jeweiligen wirt durch die infektion nicht nur die eigene reproduktionswahrscheinlichkeit erhöhen sondern auch den jeweiligen wirt "upgraden" dessen überleben (und vermehrung) fördern.
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