Dumpinglöhne bei Amazon - Facebook-Nutzer rufen zu Kaufboykott auf

18. Februar 2013, 12:33
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Leiharbeitsfirma Trenkwalder schweigt weiter

Tauende Facebook-Mitglieder rufen zu einem Kaufboykott beim Internet-Versandhändler Amazon auf. Der Handelsriese ist in Deutschland wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Versandzentren ins Sperrfeuer der Kritik gelangt. "Stellt Eure Mitarbeiter unter fairen Bedingungen ein und ich bestelle auch wieder was!", fordert ein Facebook-User. Andere Nutzer des Sozialen Netzwerks haben aus Protest gleich ihr Amazon-Konto gelöscht. Die Facebook-Seite "AmazonNeinDanke" hatte Montagmittag bereits mehr als 2.000 Unterstützer.

Kein Kommentar

Auslöser war eine am vergangenen Mittwoch ausgestrahlte ARD-Dokumentation über die Arbeitsbedingungen tausender Leiharbeiter, die von Spanien oder Polen nach Deutschland kommen und dort viel weniger verdienen als erhofft. Für die Rekrutierung der Beschäftigten ist unter anderem die deutsche Tochter der niederösterreichischen Leiharbeitsfirma Trenkwalder zuständig.

Auf APA-Anfrage hieß es auch am Montag von Trenkwalder wieder, "dass wir zum jetzigen Zeitpunkt zu dem Thema 'ARD Reportage Amazon' keinen Kommentar abgeben".

Druck

Auch die deutsche Gewerkschaft Verdi versucht Druck auf Amazon Deutschland auszuüben. Eine Petition von Verdi Hessen mit dem Titel "Amazon Deutschland: Verbessern Sie die Arbeitsbedingungen Ihrer Leiharbeiter" haben auf der Internetseite "change.org" bereits 19.000 Personen unterschrieben. (APA, 18.02. 2013)

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    screenshot: webstandard
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