SARS-ähnlicher Virus breitet sich aus

18. Februar 2013, 09:20
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Patienten mit schweren akuten Atemwegsinfektionen sollten auf das Coronavirus untersucht werden

Genf/London - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach insgesamt zwölf Fällen weltweit vor der Ausbreitung eines SARS-ähnlichen Virus gewarnt. Aufgrund der derzeitigen Situation und der verfügbaren Informationen fordere die WHO ihre Mitgliedstaaten zur Überwachung von schweren akuten Atemwegsinfektionen auf, erklärte die Organisation am Samstag in Genf. Am Freitag hatten die britischen Gesundheitsbehörden bekannt gegeben, dass sich ein drittes Mitglied einer Familie mit dem sogenannten neuen Coronavirus infizierte.

Den Angaben zufolge schwebte der Patient nicht in Lebensgefahr. Das erste Familienmitglied, das sich infiziert hatte, war zuvor in den Nahen Osten und nach Pakistan gereist. Die beiden Verwandten waren nicht verreist. Von den zwölf registrierten Infizierten starben fünf - drei in Saudi-Arabien und zwei in Jordanien.

Atypische Lungenentzündung

Coronaviren werden für die meisten Erkältungen verantwortlich gemacht. Sie können aber auch die schwere Lungenkrankheit SARS (Schweres Akutes Atemwegssyndrom, Anm.Red.) verursachen. Bei einer SARS-Epidemie waren im Jahr 2003 weltweit rund 8.000 Menschen infiziert worden, etwa 800 von ihnen starben. Die Krankheit hatte in China ihren Ursprung genommen.

Patienten mit atypischen Lungenentzündungen oder komplizierten Atemwegserkrankungen, die nicht auf Medikamente ansprechen, sollten auf das Coronavirus untersucht werden, empfahl die WHO. Trotz Hinweisen auf eine mögliche Infektion von Mensch zu Mensch sei eine solche Übertragung aber noch nicht nachgewiesen worden. (APA,18.2.2013)

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