Banken halten bei Alpine still

18. Februar 2013, 08:28
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Die Gläubiger des angeschlagenen Baukonzerns haben eine kurze Atempause verschafft

Wien - Die Gläubiger des schwer angeschlagenen Salzburger Baukonzerns Alpine haben dem Unternehmen noch einmal eine kurze Atempause verschafft. Am vorigen Mittwochabend wäre eigentlich die Stillhaltefrist der finanzierenden Banken und der Versicherer der Alpine abgelaufen. Bis dahin hätte der Restrukturierungsplan abgesegnet werden sollen. Es geht um den Eigenbeitrag der Gesellschaft und ihrer Eigner und um die Frage, welche Unternehmensteile um welchen Preis zu versilbern sind. Der Gesamtbedarf an Cash und für Abschreibungen soll laut Salzburger Nachrichten bei mehr als 500 Millionen Euro liegen.

Mangels Erledigung der offenen Punkte wurde die Frist erneut verlängert - und auf Montag verschoben. Aus Gläubigerkreisen war am Freitag zu hören, dass der spanische Alleineigentümer FCC zwar seinen Teil der Abmachung eingehalten und mehr als 100 Millionen Euro an Eigenkapital eingeschossen bzw. an Forderungen übernommen habe. Aber: Die jüngsten Zahlen seien schlechter ausgefallen als erwartet. Auch das Management agiere "etwas chaotisch", heißt es.

Das Stillhalteabkommen der von Bank Austria und Erste Group angeführten Banken gilt seit 17. November; die Institute signalisieren einen lebensrettenden Forderungsverzicht. Für einige stellt die Alpine selbst eine monetäre Herausforderung dar: Sie hat auch hohe Schulden bei der Hypo Alpe Adria und der Volksbanken AG. (gra, STANDARD; 16.2.2013)

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