Hungerstreik in der Votivkirche beendet

18. Februar 2013, 00:31
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Protestierende Flüchtlinge haben Entscheidung nach Brief von Präsident Fischer und einer Solidaritäts-Demo getroffen

Die nächsten Entscheidungen der Flüchtlinge sind noch offen. Momentan denken sie über die "wichtigen und positiven Schritte" nach, die Fischer in seinem Schreiben vorgeschlagen hat. Darunter fällt unter anderem die Übersiedlung in das von der Erzdiözese Wien angebotene Klosterquartier.

Fischer unterstrich Gesetzeslage

Der Bundespräsident versprach zudem Hilfe im Rahmen der geltenden Gesetze. Man wolle die derzeitige gesundheitsgefährdende und für alle Beteiligten im höchsten Maße unbefriedigende Lage verbessern, erklärte er. Über die Gesetzeslage oder Gerichtsentscheidungen in Österreich könne man sich aber nicht hinwegsetzen.

Ebenfalls vorige Woche hatte sich die Caritas besorgt über den Gesundheitszustand der hungerstreikenden Flüchtlinge gezeigt, der sich zum Teil "drastisch verschlechtert" habe.

Legales Arbeiten gefordert

Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch reagierte am Montag in einer Aussendung erleichtert über das Ende des Hungerstreiks. "Alle Flüchtlinge, die in der Votivkirche Zuflucht gesucht haben, befinden sich in einer für NormalbürgerInnen unvorstellbaren Ausnahmesituation. Viele von ihnen irren schon seit Monaten, manche sogar schon seit Jahren rechtlos in Europa umher. Sie dürfen nicht bleiben, wo sie sind, sie können aber auch nicht zurück, woher sie gekommen sind", wird Sprecher Alexander Pollak zitiert.

Die Asylwerber fordern unter anderem die Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus und ein Recht auf legale Arbeit. (red/APA, derStandard.at, 18./19.2.2013)

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    Am 1. Februar waren die Flüchtlinge nach einer kurzen Unterbrechung wieder in den Hungerstreik getreten.

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