Washington: Zehntausende demonstrieren für mehr Umweltschutz

17. Februar 2013, 22:04
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Aktivisten fordern von Präsident Obama konkrete Maßnahmen

Washington - Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Washington für mehr Klimaschutz demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie US-Präsident Barack Obama auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen und konkrete Maßnahmen gegen die weltweite Klima-Erwärmung zu ergreifen.

Zu der Kundgebung "Vorwärts beim Klima" in der Nähe des Weißen Hauses hatten zahlreiche örtliche und landesweite Umweltschutzbewegungen aufgerufen, darunter der renommierte Sierra Club. Nach seinen Angaben beteiligten sich rund 30.000 Menschen an der Demo.

"Es ist Zeit aufzuwachen"

Die Organisatoren hatten sie im Vorfeld als die größte Klimaschutz-Kundgebung in den USA angekündigt; demnach hatten sich Busse aus 28 Bundesstaaten angemeldet. "Für unser Land ist es an der Zeit aufzuwachen, die USA haben alles schon zu lange schleifen lassen", sagte eine Teilnehmerin namens Mimi Body.

Schauspielerin Evangeline Lilly sagte, die Demo zeige Obama, dass "seine Worte nicht auf taube Ohren gestoßen sind". Der US-Präsident hatte sich am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation für mehr Klimaschutz stark gemacht und angekündigt, notfalls am US-Kongress vorbei Maßnahmen zu ergreifen.

Protest gegen Pipeline

Die Proteste am Sonntag richteten sich auch gegen den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline, die aus Teersand gewonnenes Öl von Kanada nach Texas transportieren soll. Als Sinnbild wollten die Demonstranten eine "menschliche Pipeline" von der National Mall bis zum Weißen Haus bilden.

Ferner forderten die Demonstranten von der Umweltbehörde EPA Grenzen für den CO2-Ausstoß aller Kraftwerke. Eine Petition zur Unterstützung der Forderungen wurde von zahlreichen Prominenten unterzeichnet, darunter Alec Baldwin, Susan Sarandon, Morgan Freeman und Yoko Ono. (APA, 17.2.2013)

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    Demo in Washington für mehr Klimaschutz.

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