"Was soll ich sagen?"

17. Februar 2013, 15:26
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Marcel Hirscher (AUT/Goldmedaille): "Ich kann es eigentlich gar nicht fassen. Was soll ich sagen? Das ist genial. Es war sehr schwierig, die beiden vor mir haben mit Bestzeit abgeschwungen. Ich weiß nicht, wie ich mich so ablenken konnte, so oft will ich das nicht ausprobieren. Die Stimmung war sensationell. Ich war so fokussiert, habe gespürt, dass ich gut unterwegs bin und bin die letzten Tore intelligent gefahren."

Felix Neureuther (GER/Silbermedaille): "Das ist gewaltig. Ich lasse Emotionen nicht so gerne zu, aber das war absolute Schmerzgrenze. Endlich habe ich bei einem Großereignis das geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Ich habe probiert, locker zu bleiben und das runterzubringen, was ich draufhabe. Man konnte die Geschichte nicht besser schreiben. Die Revanche von Cordoba ist mir nicht ganz gelungen, aber ich bin sehr stolz. Es war ein nicht ganz optimaler Lauf, Marcel hat es wieder einmal sehr gut gemacht. Aber das nächste Mal wird er es wieder schwerer haben."

Mario Matt (AUT/Bronzemedaille): "Ich bin sehr zufrieden mit der Bronzemedaille. Die Dichte ist so groß im Slalom, auch andere haben voll angegriffen, bei denen ist es nicht aufgegangen. Ich habe mir vom Material her leichter getan als im ersten Durchgang."

Manfred Pranger (AUT/ausgeschieden im 2. Durchgang): "Ich habe gespürt, dass etwas möglich ist, voll attackiert und dann leider eingefädelt. Das kann passieren, aber es zipft mich voll an. In solchen Momenten ist der Sport beinhart. Ich wollte im zweiten Durchgang abschwingen und den Einser sehen, leider ist es in die Hose gegangen."

Mathias Berthold (ÖSV-Herren-Cheftrainer): "Ich habe schon bei Mario gedacht, dass es sich ausgehen, dass er Felix packen könnte. Da muss man auch Felix gratulieren. Aber Marcel ist im Slalom immer extrem zuverlässig, ist immer vorne. Ich habe auch mit Trainerkollegen gesprochen, es war ein Rennen auf extrem hohem Niveau. Die Piste hat im zweiten Durchgang nachgegeben. Aber die Topleute haben gezeigt, dass sie damit klarkommen. Es war ein extrem geiles Rennen. Ich bin jetzt froh, dass dieses Scheiß-Medaillengerede ein Ende hat."

Edi Unterberger (Servicemann Hirscher): "Es war eine sehr schwierige Situation, das viele Drumherum. Aber er war locker am Start. Heute wird sicher gefeiert, aber nicht so intensiv. Es geht ja weiter und wir haben noch weitere Ziele."

Ferdinand Hirscher (Trainervater): "Das ist ein wunderbarer Tag, mit viel Freude und großer Spannung in der Früh. Wir mussten noch die Manschette (am Schuh, Anm.) wechseln. Aber es ist super gegangen. Es war extrem schwierig, aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Er probiert immer, nicht an Titel zu denken, sondern an die Informationen, die er vom Trainerteam bekommt. Er ist so fokussiert, dass er dann nicht an Titel denkt."

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