Erdbeben mit Stärke 4,8 südlich von Rom

17. Februar 2013, 10:28
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Erdstöße in der italienischen Hauptstadt klar gespürt - Keine Schäden

Rom - Ein Erdbeben mit einer exakten Stärke von 4,8 auf der Richterskala hat am Samstagabend der Raum südlich von Rom erschüttert. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Frosinone, berichteten italienische Medien. Es soll keine Schäden geben. Die Erdstöße wurden auch in Rom und in der Region Abruzzen klar gespürt, die bereits von einem starken Erdbeben im Jahr 2009 erschüttert worden war.

Der italienische Zivilschutz wurde mit Anrufen besorgter Bürger regelrecht überflutet. In der Gegend unweit des Epizentrums bei Frosinone liefen Menschen auf die Straße. Rund 400 Personen haben in Sora, 100 Kilometer südlich von Rom, die Nacht im Freien und in Zelten verbracht. Trotz niedriger Temperaturen übernachteten viele Menschen Autos, berichteten italienische Medien. Andere kamen bei Freunden und Verwandten unter. In Sora sollten am Montag die Schulen geschlossen bleiben.

Nachbeben bei L'Aquila

In der Nacht auf Sonntag hat gegen 02.00 Uhr ein Erdstoß der Stärke 3,7 die Gegend um L'Aquila in den Abruzzen erschüttert. Die Bevölkerung habe den Erdstoß, der deutlich schwächer war als das Beben wenige Stunden zuvor in der benachbarten Provinz Frosinone nahe Rom (Stärke 4,8), deutlich gespürt, meldete die Nachrichtenagentur ANSA. Nach Angaben des nationalen Bebeninstituts INGV lag das Epizentrum nun in 16,6 Kilometern Tiefe in dem Bebengebiet um das Gran-Sasso-Massiv in den Abruzzen. In L'Aquila waren im April 2009 bei einem verheerenden Beben mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

Kurz nach dem ersten Erdbeben am Samstagabend starb eine herzkranke Frau: Die 63-Jährige aus Isola del Liri in der betroffenen Provinz Frosinone habe sich nach dem Erdstoß vermutlich wegen des Schreckens schlecht gefühlt, meldete ANSA. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie starb. (APA, 16.2.2013)

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