Pferdefleisch-Skandal: Berlakovich fordert "Lebensmittel-Reisepass"

16. Februar 2013, 19:06
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Landwirtschaftsminister will Herkunft aller Lebensmittel-Zutaten auf Etikett ausweisen

Wien - Als Konsequenz aus dem Pferdefleisch-Skandal fordert Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) Konsequenzen. Konkret will der ÖVP-Minister laut der Tageszeitung "Österreich" beim nächsten EU-Ministerrat Ende Februar einen sogenannten "Lebensmittel-Reisepass" beantragen, wie er im Interview betont: "Wir brauchen mehr Transparenz. Derzeit werden Eier, Milch oder Gemüse etc. gekennzeichnet, woher sie kommen. Bei verarbeiteter Kost gibt es dies nicht."

EU-weite Datenbank

Der Vorschlag des Ministers: "Ein 'Lebensmittel-Reisepass', der Ursprungsorte der Inhaltsstoffe anzeigt. Bei einer Tiefkühlpizza weiß man dann, woher der Teig kommt, woher die Salami und so weiter. Dieser Nahrungs-Reisepass soll auf dem Etikett angebracht werden."

Das System sollte zudem mit einer EU-weiten Datenbank unterlegt werden, mit der die "Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel gewährleistet ist".

Berlakovich hofft, den Widerstand, den es bisher gegen diesen Vorschlag gegeben hat, zu brechen: "Nach diesem Skandal muss man einfach handeln. Jetzt geht es um die Nahrungssicherheit." Ob er von dem Skandal überrascht sei? Berlakovich: "In dieser Dimension, ja. Wir brauchen eine neue Werthaltung zum Thema Lebensmittel: Der Preis ist nicht alles."

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