"Ausgeklügelter Hacker-Angriff" auf Facebook

16. Februar 2013, 08:48
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Bisher keine Hinweise auf Missbrauch von Nutzerdaten - Angreifer nutzen Java-Lücke aus

Facebook ist nach eigenen Angaben Ziel einer Angriffsserie von Computerhackern geworden. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass Nutzerdaten betroffen gewesen seien, teilte das weltgrößte soziale Online-Netzwerk in einem Blog-Beitrag am Freitag mit.

"Auch andere wurden kürzlich angegriffen und infiltriert."

Der "ausgeklügelte Angriff" sei von Facebook-Sicherheitsexperten im Jänner entdeckt worden. Zunächst sei auf dem Laptop eines Mitarbeiters eine bösartige Datei gefunden worden. Schließlich habe sich herausgestellt, dass auch die Laptops mehrerer anderer Mitarbeiter befallen gewesen seien. Auch sei ein bisher beispielloser Versuch unternommen worden, den Cyberschutz der Firma zu umgehen. Am 1. Februar seien daraufhin zusätzlich Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

Das Unternehmen erklärte, es sei klar, dass nicht nur Facebook von der Attacke betroffen gewesen sei. "Auch andere wurden kürzlich angegriffen und infiltriert." Zum möglichen Motiv oder zum Ursprung des Angriffs äußerte sich Facebook nicht. Laut Pressemeldungen soll das Einfallstor der Angreifer eine Sicherheitslücke in Java gewesen sein. In den letzten Wochen sorgte Java immer wieder für Sicherheitsprobleme.

Schad-Datei über eine Webseite eingefangen

Ein Sicherheitsexperte eines anderen Unternehmens, der über den Vorgang informiert war, sagte, ihm sei vermittelt worden, dass die Attacke auf Facebook anscheinend von China ausging. Eine weitere über den Vorfall in Kenntnis gesetzte Person sagte, der erste Facebook-Mitarbeiter, dessen Computer infiziert wurde, habe sich die Schad-Datei über eine Webseite eingefangen, auf der Codierungsstrategien diskutiert worden seien, obwohl das Notebook auf dem neuesten Stand und mit Antiviren-Programmen ausgestattet war. Die US-Bundespolizei FBI, die eingeschaltet wurde und Ermittlungen aufnahm, lehnte eines Stellungnahme ab.

Angriffe

Facebook hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als eine Milliarde aktive Nutzer. Anfang Februar war auch der Nachrichtendienst Twitter ausgespäht worden. Dabei wurden nach Angaben des Unternehmens möglicherweise Passwörter und andere Informationen von rund 250.000 Nutzern gestohlen. Erst kürzlich waren zudem die "New York Times" und das "Wall Street Journal" von Hackern angegriffen worden. Beide Zeitungen gehen von einer Cyber-Attacke aus China aus. (APA/dpa/red, 16.02. 2013)

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    Facebook ist nach eigenen Angaben Ziel einer Angriffsserie von Computerhackern geworden. Es gebe jedoch keine Hinweise auf Missbrauch von Nutzerdaten, teilte das weltgrößte soziale Online-Netzwerk am Freitag mit.

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