Schweizer Kanton leistet Widerstand: Luchs soll nicht geschossen werden

15. Februar 2013, 20:17
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Jagdgesellschaften forderten Abschuss der Raubkatze, weil sie "die Biodiversität bedrohe"

Lausanne/Wien - Die Regierung des Schweizer Kantons Waadt hat den Abschuss eines Luchses abgelehnt, der von den Jagdgesellschaften gefordert wird. Statt dessen soll das Weibchen eingefangen und nach Österreich umgesiedelt werden. In der vergangenen Woche wurden Fallen im Waadtländer Jura aufgestellt.

Regierungsrätin Jacqueline de Quattro schließe den Abschuss eines Luchses aus, sagte am Freitag der Waadtländer Jagdverwalter Cornelis Neet. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "24 Heures".

Raubtier bedroht Biodiversität

Die Waadtländer Jagdgesellschaft fordert eine Regulierung des Raubtiers, weil er die Biodiversität bedrohe. Jeder Luchs verschlinge ein Beutetier pro Woche, so die Jäger. Die Zahl der Raubkatzen nimmt nach Angaben des Kantons im Waadtländer Jura zu, während sie in den Voralpen und Alpenregionen des Kantons stagniert. Die Reduktion des Reh- und Gämsbestandes sei auch auf andere Ursachen wie die Urbanisierung zurückzuführen. (APA/red, derStandard.at, 15.02.2013)

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