Gage für Zielerreichung, nicht für Loyalität

15. Februar 2013, 17:21
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Jahresgespräche und der Wunsch nach mehr Geld

Langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen ist noch nicht einmal für jeden zehnten Finanzvorstand (CFO) ein Anlass für eine höhere Entlohnung. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half. Für die Studie wurden 2500 CFOs in 19 Ländern befragt.

Doch was wird honoriert, wenn nicht Loyalität? Für 39 Prozent der österreichischen Finanzexperten haben Mitarbeiter die besten Chancen auf eine Gehaltserhöhung, wenn sie ihre gesetzten Ziele erreichen. Weitere 21 Prozent belohnen es, wenn ein Mitarbeiter zusätzliche Verantwortung übernimmt.

Jenseits finanzieller Aspekte kann es im Jahresgespräch auch um Themen wie Karriereentwicklung oder die Zusammenarbeit im Team gehen. Wenn das jährliche Meeting das einzige längere Gespräch zwischen Mitarbeiter und Chef ist, können allerdings häufig nicht alle Fragen im Detail besprochen werden. Dabei besteht die Gefahr, dass der Eindruck entsteht, Wünsche oder gar Kritik würden nicht ernst genommen.

Vorgesetzten als Partner gewinnen

"Mitarbeiter sollten das Gespräch nutzen, um zu zeigen, wie wertvoll sie für das Unternehmen sind und in welcher Weise sie auch zukünftig maßgeblich zu Erreichung der Ziele beitragen können", rät Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany.

Als Vorbereitung für Gagengespräche empfehlen die Experten: "Ziele stecken: Legen Sie fest, was Sie im Gespräch erreichen wollen, und bleiben Sie realistisch. Definieren Sie Ihr Idealziel und Ihre Schmerzgrenze. Informationen einholen: Sprechen Sie mit Kollegen oder einem Personalberater über branchenübliche Gehälter. Argumente zurechtlegen: Listen Sie sämtliche berufliche Erfolge auf und formulieren Sie, wie Ihr Arbeitgeber von Ihnen und Ihren Zielen profitieren kann. Sachlich bleiben: Wenn Sie etwas zu kritisieren haben, regen Sie Verbesserungen an. Betrachten Sie den Vorgesetzten nicht als Gegner, sondern versuchen Sie ihn als Partner zu gewinnen." (red, DER STANDARD, 16./17.2.2013)

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