Rekord-Wachstum von Skype macht Mobilfunkern Angst

15. Februar 2013, 10:54
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Allein 2012 konnte der VoIP-Dienst um 44 Prozent zulegen

Der VoIP-Service Skype konnte im vergangenen Jahr massiv zulegen. Vor allem bei internationalen Telefonanrufen spielt Skype mittlerweile als großer Player mit. Das Marktforschungsunternehmen TeleGeography hat einem Bericht von CNet zufolge herausgefunden, dass mit Skype so viele Anrufe getätigt werden wie ein Drittel des weltweiten Telefonieverkehrs ausmacht.

44 Prozent Wachstum

Der internationale Telefonverkehr wächst laut TeleGeography im Normalfall nur langsam. Im Jahr 2012 waren es gerade mal fünf Prozent Wachstum. Weltweit haben Menschen im vergangenen Jahr 490 Milliarden Minuten telefoniert. Im Gegensatz zur klassischen Telefonie wachsen Messaging- und VoIP-Dienste aber mit enormen Raten: Skype alleine konnte seinen Traffic im Vorjahr um 44 Prozent erhöhen. 167 Milliarden Minuten wurde mit Hilfe von Skype telefoniert.

Skype als Big Player

Würde man Skype in das weltweite Telefonie-Verhalten miteinberechnen, wäre der Markt nicht um fünf, sondern um 13 Prozent gewachsen. Mobilfunker sind ob des starken Wachstums von Skype besorgt. TeleGeography  meint, dass der Druck auf die Mobilfunker in den nächsten Jahren stark steigen wird. Neben Skype würden nämlich auch noch weitere Dienste wachsen – beispielsweise Google Talk, WeChat, Viber, KakaoTalk und weitere.

Mobilfunker haben Angst

Mobilfunker sehen dadurch ihr Geschäftsmodell gefährdet. In Zukunft könnten VoIP-Dienste Telefonie über das GSM-Netz obsolet machen. Auch Nachrichten werden vermehrt über Dienste wie WhatsApp oder iMessage verschickt. Sollte der Trend weiterhin bestehen bleiben, wären Mobilfunker künftig nur noch Provider von Datenpaketen, weshalb enorme Umsatzeinbußen auf die Mobilfunker zukommen könnten. Sie sträuben sich gegen VoIP-Apps auf Smartphones, viele wollen vorinstallierte Skype-Apps auf Smartphones nicht dulden, da sie befürchten, Kunden würden SMS und GSM-Anrufe nicht mehr nutzen. (red, derStandard.at, 15.2.2013)

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    Das enorme Wachstum von Skype könnte in einigen Jahren GSM-Telefonie und SMS obsolet machen

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