Cascada gewann deutsches Finale

    15. Februar 2013, 06:05
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    Österreicherin Saint Lu zog den Kürzeren

    Hannover/Wien/Malmö - Cascada wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Malmö vertreten. Die Dance-Pop-Band aus Bonn rund um Frontfrau Natalie Horler löste am Donnerstagabend mit dem Titel "Glorious" das Ticket für die Teilnahme. Die Melodie erinnert stark an das ESC-Siegerlied von 2012, "Euphoria", damals gesungen von der Schwedin Loreen.

    Cascada verkaufte weltweit schon mehr als 30 Millionen Tonträger. Knapp geschlagen geben musste sich die Combo LaBrassBanda, die eine Mischung von Punk, Ska und bayerischer Blasmusik präsentiert hatte.

    9.000 Zuseher

    Den Vorentscheid aus Hannover moderierte Anke Engelke, selbst bekennender Grand-Prix-Fan, mit dem ihr eigenen Witz. Deutschland habe sich gemausert - zu einer richtigen Eurovision-Nation, sagte die Gastgeberin zu Beginn der Live-Show vor 9.000 Zuschauern. "Ein Drittel der letzten drei Veranstaltungen haben wir gewonnen."

    Die ARD will diese deutsche Erfolgsgeschichte bei dem Mega-Musikevent nach dem Ausstieg von ProSieben mit einem neuen Konzept fortschreiben. Die Abiturientin Lena gewann 2010 sensationell und holte den Wettbewerb aus der Versenkung, auch wenn ihr Versuch der Titelverteidigung scheiterte. Roman Lob errang vor einem Jahr einen guten achten Platz. Jetzt soll Cascada für Deutschland punkten.

    Zwölf Künstler und Bands kämpften in Hannover um das Ticket für Malmö. Zu den bekannteren Gigs zählten neben Cascada die Söhne Mannheims, die ohne ihren Star Xavier Naidoo antraten, sowie auch die Österreicherin Saint Lu.

    Ausschlag gaben TV-Zuseher

    Diesmal gab es schon beim Vorentscheid das Ritual der Punktevergabe. Der deutsche Kandidat für Malmö wurde in einem komplizierten Verfahren bestimmt. Die Entscheidung trafen zu je einem Drittel die Radiohörer der jungen Wellen der ARD, die TV-Zuschauer und eine fünfköpfige Jury.

    Dabei entschied die Jury überraschend völlig anders als die Radiohörer, die LaBrassBanda haushoch zum Sieger gewählt hatten. Die bayerische Band bekam von der Jury nur einen Punkt. Den Ausschlag gab schließlich das Votum der TV-Zuschauer. Wie beim Europafinale wurden die Kandidaten vor ihrem Auftritt in Einspielfilmen vorgestellt.  (APA, 15.2.2013)

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