Vatikanbank erhält noch vor der Kirche einen neuen Chef

14. Februar 2013, 18:02
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Istituto per le Opere di Religione seit Mai vergangenen Jahres ohne Führung

Rom/Wien – Wie auch immer der neue Papst heißen wird, er wird sich, wie auch jeder Chef einer weltlichen Regierung, mit bewährten, loyalen Vertrauten umgeben. Zu diesen sollte dann auch der neue Chef der Vatikanbank IOR gehören. Das skandalgeschüttelte Istituto per le Opere di Religione ist seit Mai vergangenen Jahres ohne Führung. Damals wurde Opus-Dei-Mitglied Ettore Gotti Tedeschi gefeuert.

Zuletzt machte der Name des Belgiers Bernard De Corte die Runde für die Nachfolge. "Davon weiß ich nichts", wiegelte Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi am Donnerstag ab. "Daher kann ich das auch nicht bestätigen." Lombardi deutete aber an, dass die neue Führung noch diese Woche, also vor dem Rücktritt Benedikts am 28. Februar, bekannt sein könnte.

Der scheidende Pontifex maximus rief unterdessen bei einem Treffen mit römischen Priestern zu einer "wirklichen Erneuerung" der katholischen Kirche im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils auf. Damit bekräftigte er seine Kritik anlässlich der Feiern zum Aschermittwoch, als er "Sünden gegen die Einheit der Kirche" und "Rivalitäten" anprangerte.

Der Papst wird übrigens auch in seiner "Pension" mit dem Namen Benedikt XVI. anzusprechen sein. "Das ist ein Name, auf den er gar nicht verzichten kann", sagte Lombardi. (Gianluca Wallisch /DER STANDARD, 15.2.2013)

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