Spar-Chef erwartet "moderaten" Preisanstieg

14. Februar 2013, 11:15
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Für die Konsumenten werde es wahrscheinlich "keine überproportionale Erhöhungswelle" geben, glaubt Gerhard Drexel

Salzburg/Wien - Spar-Chef Gerhard Drexel erwartet bei den Lebensmittelpreisen im laufenden Jahr eine "moderate Entwicklung". Für die Konsumenten werde es wahrscheinlich "keine überproportionale Erhöhungswelle" geben, sagte er. Mit der Umsatzentwicklung bei Spar im vergangenen Jahr zeigte sich Drexel "sehr zufrieden". In Österreich steigerte der Lebensmittelhändler seine Umsätze 2012 um 3,8 Prozent auf 5,56 Mrd. Euro.

Die gesamte Spar-Gruppe - dazu zählt das Geschäft im In- und Ausland, der Sporthändler Hervis sowie die SES Spar European Shopping Center - erhöhte 2012 ihren Umsatz im Vergleich zum Jahr davor um 3,5 Prozent auf 12,58 Mrd. Euro.

Weniger Umsatz bei Hervis

Den einzigen Umsatzrückgang in der Gruppe verzeichnete Hervis mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 440 Mio. Euro. Wechselkursbereinigt seien die Erlöse nur um 0,2 Prozent zurückgegangen, erläuterte der Spar-Chef. In Österreich habe Hervis ein Umsatzplus erwirtschaftet, in Ungarn, Slowenien und Kroatien sei die Marktlage aber "weiterhin sehr schwierig". Trotz schwacher Wirtschaftsentwicklung hätten auch die Spar-Auslandstöchter ein "bemerkenswertes Ergebnis" geliefert, betonte Drexel.

Im laufenden Jahr will Spar rund 450 Mio. Euro investieren, unter anderem in den Ausbau der "Spar express"-Tankstellenshops und in die Auslandsexpansion. Im vergangenen Jahr wurde bereits die Anzahl der Spar-Tankstellenshops auf 67 mehr als verdoppelt. Insgesamt erhöhte sich in Österreich die Anzahl der Spar-Standorte um 55 Filialen auf 1.586, darunter die Hochfrequenzlagen am Salzburger Hauptbahnhof, am Bahnhof Wien Mitte und am Flughafen Wien-Schwechat.

Keine Preisabsprachen

Was die jüngst durchgeführten Hausdurchsuchungen der Wettbewerbshüter betrifft, so wies Drexel den Vorwurf der Preisabsprachen zurück. "Ich gehe davon aus, dass nichts Negatives herauskommt", sagte Drexel. Die Einkäufer von Spar seien seit Jahren von einem Kartellanwalt "bestens geschult" und würden sich auch jährlich in dieser Thematik weiterbilden. (APA, 14.2.2013)

 

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    Geht es nach dem Spar-Chef wird einkaufen nicht wesentlich teurer.

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