Warner will weniger Time: US-Riese plant Verkauf einiger Magazine

14. Februar 2013, 21:23
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Trennungskandidaten: "InStyle", "People", " Real Simple"

Medienriese Time Warner, größter Zeitschriftenverlag der USA, will den Großteil seiner Magazine verkaufen. Die Konzernführung verhandelt laut Medienberichten mit dem ebenfalls börsennotierten Konkurrenten Me redith Corporation. Die Magazingruppe Time Inc war der Nukleus des Konzerns.

Das namensgebende Wochenmagazin will Time Warner offenbar behalten – Konkurrent Newsweek verabschiedete sich Ende 2012 aus dem Markt der gedruckten Magazine und erscheint nur noch online. Auch Sports Illustrated soll bei Time bleiben, ebenso die Wirtschaftsmagazine Fortune und Money. Time, People, Money und andere Time-Titel waren übrigens Anfang der 1990er-Jahre Studienobjekte der Brüder Fellner für die verschiedenen Heftteile von News und für dessen Ableger.

Fusion mit Meredith-Titeln

Abgeben will Time Warner nach den Infos den Großteil seiner Zeitschriften wie das Societymagazin People oder InStyle and Real Simple. Sie sollen in einer neuen, an der Börse notierenden Gesellschaft mit Meredith-Titeln wie Better Homes and Gardens und Ladies' Home Journal zusammengeführt werden. Die neue Gesellschaft würde einen Kredit aufnehmen, um Time Warner eine einmalige Dividende von rund 1,3 Milliarden Euro zu bezahlen, berichtet die New York Times.

Der Deal gilt als eine unter mehreren Optionen für die krisengebeutelte Magazinsparte von Time Warner. Zuletzt setzte sie 2,55 Milliarden Dollar um, sieben Prozent weniger als 2010. Der operative Gewinn sank um 25 Prozent auf 420 Millionen Dollar. Zuletzt kündigte Time an, 500 von 8000 Jobs zu streichen.

Auch Rupert Murdochs News Corporation ist gerade dabei, Zeitungen und Zeitschriften wie Times, Sun und New York Post von den TV- und Filmaktivitäten (Fox, 20th Century Fox, BSkyB) in eine eigene Aktiengesellschaft abzuspalten. (red, DER STANDARD, 15.2.2013)

  • Sollen beim Konzern Time Warner bleiben: "Time", "Sports Illustrated".
    foto: time inc.

    Sollen beim Konzern Time Warner bleiben: "Time", "Sports Illustrated".

  • Trennungskandidaten - für rund 1,3 Milliarden Euro: "InStyle", "People", " Real Simple".
    foto: time inc.

    Trennungskandidaten - für rund 1,3 Milliarden Euro: "InStyle", "People", " Real Simple".

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