Telekom-Prozess: Rufdaten der Angeklagten nicht mehr da

13. Februar 2013, 17:21
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Erfolglose Anfrage bei der Telekom

Im Telekom-Prozess rund um die Kursaffäre vor neun Jahren, im Februar 2004, wollten einige Verteidiger der Angeklagten die Rufdaten des mitangeklagten Brokers Johann Wanovits ermitteln. Eine direkte Anfrage beim Privatbeteiligtenvertreter der Telekom Austria im Gerichtssaal ergab allerdings, dass keine Rufdaten der Angeklagten mehr vorliegen. Die Rufdaten würden nur dann länger gespeichert, wenn es damals eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung gegeben hätte. Im Rahmen der Untersuchung der Finanzmarktaufsicht (FMA) wurden keine Rufdaten erhoben.

Tatbestand der Untreue stand zum Zeitpunkt der Erhebungen der FMA bei Wanovits aber nicht im Raum

Eine Rufdaten-Anforderung in Österreich wäre nur via Staatsanwaltschaft möglich gewesen, der Tatbestand der Untreue stand zum Zeitpunkt der Erhebungen der FMA bei Wanovits aber nicht im Raum, hieß es von Seiten der FMA. Auch zu den nunmehr mitangeklagten Ex-Telekom-Mitarbeitern Josef Trimmel und Gernot Schieszler wurde nicht ermittelt, da damals kein einziges Indiz in Richtung TA-Management gedeutet habe.

Wanovits hatte bei der FMA-Untersuchung den Kontakt zur Telekom bzw. die Honorierung für seinen Aktienkauf verschwiegen. (APA, 13.02. 2013)

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