Innsbrucker Uni für Richtungsentscheid über Fusion 2013

13. Februar 2013, 15:33
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Uni-Sprecher: Modell einer Zusammenlegung mit Med-Uni könnte dann ausgearbeitet werden - Gesetzesnovelle durch Ministerium als Grundvoraussetzung

Innsbruck/Linz - Die Innsbrucker Leopold-Franzens-Universität hat in der Frage einer möglichen Wiedervereinigung mit der Medizinischen Universität einen Zeitplan definiert. Noch in diesem Jahr sollte eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden, meinte der Pressesprecher der Stamm-Uni, Uwe Steger, am Mittwoch. Würde eine Zusammenlegung ins Auge gefasst, müsste zunächst ein Modell einer gemeinsamen Uni ausgearbeitet werden.

Derzeit warte man laut Steger auf die vonseiten des Wissenschaftsministeriums angekündigte Gesetzesnovelle, die die Zusammenlegung von Universitäten generell ermöglichen soll. "Das wäre der erste Schritt und eine Grundvoraussetzung", sagte der Pressesprecher. Dann könnte auch das Bestreben, eine neue Medizin-Fakultät an der Uni Linz zu installieren, den Druck auf die anderen Med-Unis erhöhen, glaubt er.

Bestandsaufnahme

Arbeitsgruppen beider Universitäten hatten im vergangenen Jahr einen Bericht erarbeitet, der schließlich einem Zwölfergremium - bestehend aus jeweils zwei Vertretern von Universitätsrat, Senat und Rektorat der beiden Universitäten - vorgelegt wurde. Die Arbeitsgruppen hätten eine "Bestandsaufnahme" durchgeführt, Informationen seien abgeglichen worden, berichtete der Sprecher über den Status quo.

Er verwies zudem auf die Neu-Konstituierung der Uni-Räte beider Einrichtungen im heurigen März. "Ich gehe davon aus, dass sich die Uni-Räte dann zusammensetzen werden und die Diskussion angehen, wohin die Reise geht", erläuterte der Sprecher.

Bis 2004 war die Medizinische Universität eine Fakultät an der Innsbrucker Leopold-Franzens-Universität. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hatte sich bereits in seiner Zeit als Rektor (2007-2011, Anm.) der Uni Innsbruck für eine Wiedervereinigung ausgesprochen. Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) trat für eine Zusammenlegung ein. (APA, 13.2.2013)

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