Jeder dritte Wiener beschenkt sein Tier bei besonderen Anlässen

14. Februar 2013, 10:26
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Wer besonders tierlieb ist, verzichtet auf Eier aus Käfighaltung, sagt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten

Eine Studie im Auftrag einiger Tierfutterproduzenten zeigt, dass immer mehr Tiere am Valentinstag beschenkt werden. Dabei sind die Wiener besonders aufmerksam: 32 Prozent beschenken ihr Haustier zu besonderen Anlässen immer. Im Westen und Norden Österreichs sieht es deutlich anders aus: Hier verschenken nur neun Prozent der Haustierhalter in Salzburg, Tirol und Vorarlberg und sechs Prozent in Oberösterreich tierische Aufmerksamkeiten.

Der Trend zum Geschenk für das Tier hält vor allem in den großen Städten Einzug: Die Hälfte der Haustiere in den Landeshauptstädten werden beschenkt, in den kleinen und mittleren Städten Österreichs sind es immerhin noch 40 Prozent. Die Wiener schenken ihren vierbeinigen Freunden dabei gerne etwas zum Geburtstag (61 Prozent). Ein Fixpunkt sind für die Wiener zudem Weihnachtsgeschenke: Beinahe alle befragten Wiener Haustierbesitzer - 95 Prozent - legen ihrem Vierbeiner etwas unter den Christbaum.

Verspielte Gastgeschenke für Tiere besonders beliebt

Die Ostösterreicher sind bei Besuchen sehr aufmerksam und beschenken auch befreundete Tiere: Während mehr als die Hälfte aller Befragten in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zumindest ab und zu ein Gastgeschenk für das Haustier mitbringen, sind die Oberösterreicher vergleichsweise zurückhaltend: 70 Prozent der Leute schenken dem befreundeten Haustier zu keinem Anlass etwas.

Dabei hat eine kulinarische Belohnung für das Tier bei Niederösterreichern und Burgenländern ganz klare Priorität, 83 Prozent der Tierbesitzer schenken ihrem Liebling Leckerli oder Snacks, 42 Prozent setzen auf Spielzeug.

Tierschutz statt Tiergeschenk am Valentinstag

Wer seine Tierliebe anders ausdrücken möchte, bekommt Tipps von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten: Während es die Kennzeichnungspflicht bei frischen Eiern Konsumenten erlaubt, sich für eine tiergerechte Produktion zu entscheiden, ist dies bei verarbeitenden Eiern oftmals nicht möglich. Für Produkte wie Süßigkeiten oder  Backwaren verwenden zahlreiche Nahrungsmittelproduzenten nach wie vor Käfigeier. Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach meint, dass "das Problem die fehlende Kennzeichnungspflicht der verarbeiteten Eier" sei.

Wenig Platz für Legehennen

Seit Januar 2012 sind in der EU zwar nur mehr sogenannte "ausgestaltete Käfige"  zugelassen, doch auch sie lassen einer Legehenne viel zu wenig Platz, meint Vier Pfoten. Ob ausgestaltet oder konventionell: Ein Ausleben der natürlichen Verhaltensweisen ist in den engen Käfigen unmöglich.

Darüberhinaus gibt es noch in einigen EU-Ländern illegale Käfige. Zwar laufen bereits Vertragsverletzungsverfahren gegen diese Länder, doch bis die Länder umgestellt haben, könnten auch diese illegalen Käfigeier in Form von Flüssig-Ei oder Eipulver in Fertigprodukten landen.

Furtenbach rät daher, Bioprodukte zu kaufen, da diese Bio-Eier sowie Milchprodukte aus tiergerechter Haltung beinhalten. Auch sollte man die Verpackung genau überprüfen beziehungsweise nachfragen. Nur wo ausdrücklich von Freiland-, Bio- oder Bodenhaltungseiern die Rede ist, sind diese auch enthalten. Um mehr Klarheit für Konsumenten zu schaffen, wird eine verpflichtende Kennzeichnung von allen Produkten mit verarbeitenden Eiern gefordert. (jus, derStandard.at, 14.2.2013)

Weitere Informationen

www.valentierstag.at

Zur Studie

Online-Befragung von 1.027 Personen durchgeführt vom 5. bis 17. Dezember 2012, von Market Institut im Auftrag von Sheba, Cesar, Pedigree, Whiskas und Dreamies.

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    Tieren ist der Valentinstag herzlich egal, über Leckerlies und Spielzeug freuen sie sich wohl immer.

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