Weg frei für transadriatische Pipeline

13. Februar 2013, 15:00
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Italien, Griechenland und Albanien geben grünes Licht für die Pipeline. Gebaut wird diese aber nur, wenn es eine Lieferzusage für Gas aus Aserbaidschan gibt

Athen/Tirana/Rom - Italien, Griechenland und Albanien haben grünes Licht für eine 1,5 Milliarden Euro teure Gaspipeline durch die Adria gegeben. Die drei Länder unterzeichneten in Athen ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen, teilte das griechische Außenministerium mit. Die Trans-Adriatische Pipeline (TAP) konkurriert mit der Nabucco West unter Federführung der OMV um Erdgaslieferungen aus Aserbaidschan nach Europa. Das Rennen zwischen den zwei Pipelines soll um die Jahresmitte entschieden werden.

Bedingung: Lieferzusage für Gas aus Aserbaidschan

Gebaut wird die seit längerem geplante, gut 500 Kilometer lange Leitung vom Osten Griechenlands über Albanien durch die Adria nach Süditalien allerdings nur, wenn das Konsortium eine Lieferzusage für Gas aus Aserbaidschan erhält. An dem TAP-Konsortium sind die E.ON Ruhrgas (15 Prozent), die norwegische Statoil und der schweizerischen EGL (jeweils 42,5 Prozent) beteiligt.

Das Gasquellen-Konsortium Shah Deniz unter der Führung von BP will sich bis Mitte 2013 für eines der beiden Projekte zum Transport des Gases aus dem kaspischen Raum nach Europa entscheiden. In dem Gasfeld Shah Deniz II sind riesige Erdgasvorkommen entdeckt worden. Gefördert werden könnten Schätzungen zufolge jährlich bis zu 20 Milliarden Kubikmeter Gas. (APA, 13.2.2013)

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