Gebührenrefundierung zwischen "Katastrophe" und "Nase voll von Geisellisten"

13. Februar 2013, 13:58
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Publikumsrat diskutiert Auslaufen der Refundierung - "Auswirkungen auf Programm erheblich" - Für mehr Gesundheit im ORF - Jugendschutz und Hinterseer weitere Themen

Wien - Das bevorstehende Ende der Gebührenrefundierung hat am Mittwoch auch den ORF-Publikumsrat beschäftigt. Laut Publikumsratsvorsitzendem Hans Preinfalk komme das Auslaufen der Refundierung einer "Katastrophe" gleich. Der ORF werde drastische Mittel ergreifen müssen und auch "die Auswirkungen auf das Programm 2014 werden erheblich sein", wenn die Gebührenrefundierung nicht bald verlängert wird, so Preinfalk.

Nicht "sparen am Programm, sondern sparen fürs Programm"

Dem bürgerlichen Publikumsrat Andreas Kratschmar ging das indes zu weit. Er habe "die Nase voll davon, mit sogenannten Geisellisten konfrontiert zu werden. Was wir brauchen, ist ein konsistentes Einsparungskonzept, in dem die Geschäftsführung darlegt, warum und nach welchen Kriterien sie einsparen will." Der erste Grundsatz könne dabei nicht lauten "sparen am Programm, sondern sparen fürs Programm". Der letzte Rechnungshofbericht habe deutlich gemacht, dass bei den Strukturen und in der Technik erhebliche Potenziale vorhanden sind, so Kratschmar.

Hauptthema Gesundheit

Hauptthema der Publikumsratssitzung war aber die Gesundheit. Für die Gesundheitsthemen in den ORF-Programmen gab es dabei viel Lob, zugleich den einhelligen Wunsch nach einem Ausbau des Angebots. Wünschenswert wäre für die Sehervertreter etwa die Einrichtung von Gesundheits-Apps und die verstärkte Platzierung von Gesundheitssendungen in den Hauptprogrammen. TV-Direktorin Kathrin Zechner bedankte sich stellvertretend für den krankheitsbedingt abwesenden ORF-General Alexander Wrabetz für die Anregungen und meinte, sie sehe ebenfalls die Notwendigkeit, dass vor allem die Jugend für das Thema Gesundheit verstärkt sensibilisiert werde.

Deutschland als Vorbild bei Jugendschutz

Mangelnden Jugendschutz in der TVthek kritisierte unterdessen der Jugend-Vertreter im Publikumsrat, Ulrich Lanzer. Anders als in den Mediatheken deutscher öffentlich-rechtlicher Sender können in der ORF-TVthek Krimisendungen wie "Tatort" und "Soko" jederzeit abgerufen werden, während das bei der ARD etwa nur zwischen 20 und 6 Uhr möglich ist. Lanzer fragte, ob der ORF hier den Jugendschutzbestimmungen nachkomme und regte an, dass man sich am deutschen Vorbild orientieren sollte. Das stieß bei Preinfalk auf wenig Gegenliebe, der meinte, man kippe den Grundgedanken der TVthek - Fernsehen, wann und wo man will -, wenn man sie zeitlich beschränke. Das Thema soll in einem Ausschuss separat behandelt werden.

Hinterseer-Aus wegen ARD-Ausstiegs

Unausweichliches Thema der Sitzung war auch das Aus für die Samstagabendshow von Hansi Hinterseer. Zechner erklärte, dass die ARD bereits vor geraumer Zeit beschlossen habe, aus der Kooperation auszusteigen, um künftig verstärkt deutsche Schlagersänger zu fördern. Der Ausstieg der ARD habe es Zechner unmöglich gemacht, ein Projekt in diesem finanziellen Ausmaß weiterzuführen. "Hinterseer wird aber weiter im ORF vorkommen, ob es dann auch noch eine eigene Sendung gibt, wird sich weisen", so die TV-Direktorin. (APA, 13.2.2013)

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    Gebührenrefundierung war am Mittwoch Thema im ORF-Publikumsrat, ebenso Gesundheit und Hansi Hinterseer.

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