Baby mit Schütteltrauma in Innsbrucker Klinik eingeliefert

13. Februar 2013, 10:45
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Obsorgepflichtiger Vater brachte neun Monate alten Buben ins Spital - Baby war nach Geburt wegen "Gefahr im Verzug" in Kinderheim untergebracht worden

Innsbruck - Mit der Diagnose Schütteltrauma ist ein neun Monate altes Baby in die Innsbrucker Universitätsklinik eingeliefert worden. Der obsorgepflichtige Vater hatte seinen Sohn vor einer Woche ins Spital gebracht. Der Bub war bereits nach seiner Geburt im Frühling 2012 wegen "Gefahr im Verzug" in einem Kinderheim untergebracht worden. Die Klinik erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, hieß es in einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung".

Noch liegt die Anzeige bei der Anklagebehörde nicht vor, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Mayr, auf Nachfrage. Laut der Zeitung war das Kleinkind schwer verletzt worden, weshalb es auf der Kinderintensivstation behandelt wurde. Inzwischen habe sich der Zustand gebessert. Der Bub könne demnächst auf die normale Kinderstation verlegt werden.

Vater erhielt im Dezember die Obsorge

Die Innsbrucker Jugendwohlfahrt soll nach der Geburt des Kindes im Mai die Mutter als "nicht erziehungsfähig" beurteilt haben, weshalb der Bub in das Heim kam. Bei Besuchen im Kinderheim seien die mittlerweile getrennten Eltern immer in Begleitung einer Betreuerin gewesen, hieß es.

Der Vater habe allerdings in den darauffolgenden Wochen viel Engagement gezeigt und die Behörden durch sein positives Verhalten überzeugt. In einem Gutachten war schließlich von einem "äußerst liebevollen Vater" die Rede, weshalb ihm im vergangenen Dezember die Obsorge übertragen worden sei. (APA, 13.2.2013)

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