Studenten demonstrieren in Budapest gegen Ungarns Hochschulpolitik

13. Februar 2013, 09:44
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Protest gegen die Uni-Politik der rechtskonservativen Regierung

Budapest - Rund 1.000 Studenten haben am Montagnachmittag in Budapest demonstriert und anschließend drei Hörsäle der Eötvös-Universität besetzt. Sie protestierten damit gegen die Hochschulpolitik der rechtskonservativen ungarischen Regierung, die ihrer Ansicht nach auf die finanzielle Aushungerung der Universitäten und die Aushöhlung ihrer Autonomie abzielt.

Demonstriert wurde auch gegen Pläne, mit denen die Regierung die Hochschul-Absolventen dazu verpflichten möchte, nach ihrem Studienabschluss die doppelte Studienzeit in Ungarn zu arbeiten. Dieses "Staatsjoch" soll nach dem Willen der Regierung die Abwanderung von Akademikern ins Ausland stoppen. Nach Meinung von Juristen wirft die Maßnahme allerdings europarechtliche Fragen auf - die Freizügigkeit ist eine der Grundfreiheiten in der EU. Dennoch will die Regierung die Arbeitspflicht in der Verfassung verankern. Sie ist Teil einer Verfassungsnovelle, deren Entwurf die Regierungsfraktionen am Freitag ins Parlament eingebracht haben. (APA, 13.2.2013)

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