Nach 2014 noch 8.000 US-Soldaten in Afghanistan

12. Februar 2013, 20:11
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Spekulationen über Abzug im Vorfeld von Obama-Rede

Washington/Kabul - Nachdem am Dienstag bekannt wurde, dass US-Präsident Obama in seiner Rede an die Nation auch den Rückzug von 34.000 US-Soldaten aus Afghanistan bekannt geben will, mehren sich Spekulationen über Details der Rückzugspläne. Die "Washington Post" berichtete, dass sich das Pentagon für den Verbleib von zunächst 8.000 US-Soldaten nach 2014 einsetze. Anfang 2016 solle die Truppenstärke am Hindukusch auf 3.500 bis 6.000 fallen. Anfang 2017 könnte dem Plan des Pentagon zufolge die Zahl von US-Soldaten auf afghanischem Boden dann auf unter 1.000 sinken. Eliteeinheiten würden aber weiter von außerhalb zu Anti-Terror-Einsätzen nach Afghanistan einfliegen.

US-Medien hatten in den vergangenen Monaten verschiedene mögliche Zahlen zur künftigen US-Präsenz am Hindukusch geliefert. Im Weißen Haus gab es demnach Überlegungen, ab Jänner 2015 nur noch 2.500 Soldaten im Land zu belassen. Anfang des Jahres hatte es aus Obamas Umfeld geheißen, auch ein vollständiger Abzug nach Ende des Kampfeinsatzes sei nicht ausgeschlossen. Das US-Militär fürchtet allerdings, dass ein abrupter Rückzug den radikalislamischen Taliban neuen Auftrieb geben könnte.

Bei einem Besuch von Karzai im Januar hatte Obama verkündet, dass das US-Militär ab diesem Frühjahr nur noch eine Unterstützerrolle am Hindukusch einnehmen werde. Ursprünglich war die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Einheiten erst für den Sommer vorgesehen gewesen. Die USA hatten den Militäreinsatz in Afghanistan nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begonnen. Damals stürzten sie das Taliban-Regime, das Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und anderen islamistischen Terroristen Unterschlupf gewährt hatte. (APA, 12.2.2013)

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