Zeit und Spaß am Zuhören

Rezension9. Februar 2013, 19:00
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Im Buch "Was hörst du?" geht es nicht nur darum, Musikinstrumente erklärt zu bekommen

Was ist ein Kontrabass? Wie klingt eine Oboe? Und was, bitte schön, ist ein Euphonium? William Lach liefert die Antworten. Im Buch "Was hörst du?" geht es aber nicht nur darum, Musikinstrumente erklärt zu bekommen. Hier wird versucht, Kindern Musik und bildende Kunst gleichzeitig näherzubringen. "Dieses Buch möchte insbesondere junge Leser dazu anregen, Kunstwerke aufmerksam zu betrachten und dadurch besonders intensiv zu erleben - und umgekehrt", heißt es etwas sperrig in der Einleitung.

Den Bildern ist eines gemein: Sie stammen aus dem New Yorker Metropolitan Museum of Art. Eine Spielanleitung zeigt, wie Buch und die beigelegte CD verwendet werden. Keine Sorge, wer sich dieses Buch mit seinen Kindern ansieht, muss weder Ober-Bildungsbürger sein, noch ein Langzeit-Opern-Abo besitzen. Die Verbindung zwischen Bild und Musik funktioniert - auch für den Laien.

Es ist kein Buch fürs Einschlafen oder für zwischendurch, sondern eines, für das man sich etwas Zeit nehmen muss - und bei dem Kinder Spaß am Zuhören haben. "Hörst du die Autos wild hupend durch die überfüllten Straßen fahren?", lautet beispielsweise eine Frage. Waldhörner und echte Hupen sorgen für die passende Untermalung. Das Musikstück stammt in diesem Fall übrigens von George Gershwin. Und den kennt ja (fast) jeder. (Peter Mayr, DER STANDARD, Album, 9./10.2.2013)

William Lach
Was hörst du?
Knesebeck-Verlag 2012
39 Seiten, € 20

  • Hier wird versucht, Kindern Musik und bildende Kunst gleichzeitig näherzubringen.
    foto: knesebeck verlag

    Hier wird versucht, Kindern Musik und bildende Kunst gleichzeitig näherzubringen.

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