Lohnt sich: Zu viel gezahlte Steuern zurückholen

12. Februar 2013, 18:09
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Die Arbeiterkammer rät, sich mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung Geld beim Finanzamt zurückzuholen

Letztes Jahr waren es im Schnitt rund 220 Euro an zu viel gezahlten Steuern, die sich alle jene, die die ArbeitnehmerInnenveranlagung gemacht haben, vom Finanzamt zurückholten. Das berichtet die Arbeiterkammer Wien in einer Aussendung und weist darauf hin, dass sich die ArbeitnehmerInnenveranlagung somit für fast alle Berufstätigen auszahlt.

Ganz besonders profitieren würden Arbeitnehmer und ArbeitnehmerInnen, die erst während des Jahres zu arbeiten begonnen oder den Job gewechselt haben. "Ihr Einkommen war deshalb unterschiedlich hoch und ihnen wurde zu viel Steuer abgezogen. Für BerufsanfängerInnen, Lehrlinge, WiedereinsteigerInnen oder BerufsumsteigerInnen zahlt es sich deshalb besonders aus die ArbeitnehmerInnenveranlagung zu machen", heißt es seitens der Arbeiterkammer.

Sonderausgaben, Werbungskosten, Belastungen

Zudem können dabei auch Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden: Zu Sonderausgaben zählen etwa Kosten für die Sanierung von Wohnungen oder die Anschaffung neuen Wohnraums, Zahlungen für freiwillige zusätzliche Kranken-, Unfall- oder Pensionsversicherungen, Kirchenbeiträge, Spenden oder Gewerkschaftsbeiträge.

Unter Werbungskosten versteht man Kosten, die durch die Berufsausübung entstehen, also Kosten für Aus- und Weiterbildungen, Umschulungen, Sprachkurse, Fachliteratur oder Arbeitsmittel wie Computer. Auch die Pendlerpauschale kann beim "Steuerausgleich" beantragt werden, ebenso außergewöhnliche Belastungen wie zum Beispiel Kinderfreibeträge, Kinderbetreuungskosten, Alimente oder Kosten, die durch Krankheit oder aufgrund einer Behinderung entstehen.

Vorteil auch für Wenigverdiener

Für jemanden, der oder die so wenig verdient, dass gar keine Steuern bezahlt werden müssen, kann sich die ArbeitnehmerInnenveranlagung trotzdem lohnen, informiert die Arbeiterkammer: Dann kommt nämlich die so genannte Negativsteuer zum Tragen, das heißt, es gibt bis zu 110 Euro als Gutschrift vom Finanzamt. Hat man auch noch Anspruch auf den Pendlerzuschlag, kann sich die Negativsteuer auf bis zu 251 Euro erhöhen. (red, derStandard.at, 13.2.2013)

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