Konklave soll Mitte März beginnen

12. Februar 2013, 17:01
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ZWei bis drei Wochen nach Rücktritt - Vatikan-Sprecher: "Unwahrscheinlich, dass jemand, der Papst war, wieder Kardinal Ratzinger genannt wird"

Vatikanstadt - Das Konklave für die Nachfolge von Benedikt XVI. wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen nach dem Rücktritt des Papstes am 28. Februar stattfinden. Dies berichtete Vatikan-Sprecher, Pater Federico Lombardi, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Auch nach dem Tod von Johannes Paul II. seien 17 Tage bis zum Konklave vergangen, erklärte Lombardi. Der Papst sei eine diskrete Person. "Er wird keineswegs die Wahl seines Nachfolgers beeinflussen", versicherte der Vatikan-Sprecher.

Benedikt XVI. soll nach seinem Rücktritt nicht Kardinal genannt werden, sagte Lombardi. "Es ist noch zu früh, um zu wissen, welchen Titel Benedikt XVI. nach seinem Rücktritt am 28. Februar übernehmen wird. Er wird bestimmt emeritierter Bischof Roms sein, doch es ist noch unklar, wie wir ihn nennen werden. Es scheint mir unwahrscheinlich, dass jemand, der Papst war, wieder Kardinal Ratzinger genannt wird", betonte der Vatikan-Sprecher.

Unklar sei auch noch, was mit dem Fischerring des Papstes geschehen soll. Der Ring könnte aufgebrochen werden, sagte Lombardi. Der Fischerring heißt so, weil auf ihm der heilige Petrus - der erste Papst in der Kirchengeschichte - abgebildet ist, während er ein Netz auswirft. Der Goldring ist seit dem Mittelalter der Amtsring des katholischen Kirchenoberhaupts und wird für jeden Papst neu angefertigt.

Lombardi berichtete, dass Benedikt XVI. am Mittwoch die Fastenzeit in Rom nicht wie ursprünglich geplant mit einer Bußprozession auf dem Aventin-Hügel und einem anschließenden Gottesdienst in der frühchristlichen Basilika Santa Sabina beginnen wird. Benedikt XVI. werde die Liturgie in den Petersdom verlegen lassen. "Wir rechnen mit vielen Gläubigen und auf dem Petersplatz haben wir mehr Raum", erklärte Lombardi. Die Aschermittwoch-Liturgie auf dem Aventin gehörte bisher zur festen Tradition der Päpste. (APA, 12.2.2013)

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    Sprecher Federico Lombardi: Der Papst "wird keineswegs die Wahl seines Nachfolgers beeinflussen"

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