iOS-Spiele bringen 3,5 mal soviel ein wie Android-Games

19. Februar 2013, 12:00
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Downloads und Umsätze ziehen aber allgemein stark an

Mobile Games werden immer beliebter. Das beweist ein deutliches Wachstum bei Downloads und Umsatz, wie der App Annie Index für 2012 zeigt. Generell steigerte sich der Umsatz des iTunes Store in puncto Apps im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent. Im Dezember legte er im Vergleich zum Jahresanfang gar um etwa 70 Prozent zu. Googles Play Store konnte seine Einnahmen in etwa verdoppeln, wobei man insbesondere im letzten Quartal noch einmal massiv zulegte.

Das Geld in Googles Ökosystem wird dabei hauptsächlich über Spiele erwirtschaftet. Der Umsatzanteil von Games-Apps liegt etwa in Südkorea bei 95 Prozent, wie GamesIndustry zu berichten weiß. Von den zehn Firmen mit dem höchsten Gewinn pro App im Play Store war 2012 nur eine nicht primär auf Spiele fokussiert.

iOS-Games bringen mehr ein

Spiele für iOS bleiben aber wesentlich profitabler, auch wenn sich die Schere zwischen den beiden Systemen weiter schließt. Im Schnitt wird mit einem Game für die Apple-Plattform 3,5 Mal so viel erwirtschaftet, wie für Android. Gewinn-Spitzenreiter ist auf iOS Electronic Arts. Der US-Publisher hat mittlerweile das finnische Unternehmen Supercell abgelöst, das große Erfolge mit "Clash of Clans" feiert, und ist mit 958 Apps im Store vertreten. Auf Platz 3 findet sich Gameloft vor GREE.

Den letzten Namen kennt man vor allem in Asien, besonders in Japan, Korea und China ist der Hersteller eine fest etablierte Größe. Das Unternehmen möchte nun auch in den USA und Europa besser Fuß fassen. Auch dort spürt man, trotz eines aufgrund von Zukäufen und anderen Gründen harten Jahres, das Wachstum des Marktes.

Man konnte die Ausbeute durch iOS-Games 2012 deutlich steigern, nämlich gleich um 400 Prozent, wie Anil Dharni, Senior Vice President of Studio Operations, gegenüber TechCrunch verrät. Große Hoffnungen hegt man für Android, dass in Sachen Ertrag pro Nutzer dieses Jahr schneller wachsen soll als der iOS Store.

Erfolgsbeispiel "Minecraft"

Auch für traditionelle Produktionen kann sich die Ausbreitung ins Mobile-Segment durchaus lohnen. Ein Beispiel ist die "Pocket Edition" des Indiehits "Minecraft". Das kostenpflichtige Programm (im Play Store kostet es 5,49 Euro, für iOS 5,99) konnte allein auf der Apple-Plattform 700.000 Downloads verzeichnen. Im Play Store liegt es zwischen einer und fünf Millionen Abrufe.

Es wird erwartet, dass das Google-Ökosysten den iTunes Store in der Anzahl der verfügbaren Apps dieses Jahr überholt. Damit sollten sich auch die Umsätze weiter angleichen. (red, derStandard.at, 19.02.2013)

  • Mobile Games: Spiele für Phones und Tablets werden immer beliebter.
    screenshot: derstandard.at

    Mobile Games: Spiele für Phones und Tablets werden immer beliebter.

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