Liste Fritz verschiebt Entscheidung über Kandidatur in Tirol

12. Februar 2013, 13:07
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Weiter Suche nach Führungspersönlichkeit nach Dinkhauser-Rückzug - Klubobfrau Haselwanter-Schneider will nicht Spitzenkandidatin werden

Innsbruck - Nach dem angekündigten Rückzug ihres Obmannes und Gründers Fritz Dinkhauser hat die größte Oppositionspartei im Tiroler Landtag, die "Liste Fritz-Bürgerforum Tirol", die Entscheidung über eine Kandidatur bei der Landtagswahl am 28. April verschoben. Eine mehrstündige Parteivorstandssitzung endete Montagabend ergebnislos, teilte die Liste am Dienstag mit.

Man sei zu dem Schluss gekommen, dass man "keine Entscheidung übers Knie brechen" und sich bis zum Ablauf der vorgegebenen Fristen Zeit geben wolle. Die Wahllisten müssten bis zum 15. März abgegeben werden.

Positiver Zuspruch der Mitglieder

"Wir setzen die Beratungen fort und machen uns die Entscheidung nicht leicht, weil wir den positiven Zuspruch vieler Mitglieder sowie ihren vielfach geäußerten Wunsch, die Arbeit der Liste Fritz fortzusetzen, ernst nehmen", erklärte Dinkhauser. Um bei der Landtagswahl antreten zu können, brauche es eine "entsprechende Führungspersönlichkeit", die sich ausschließlich dieser Aufgabe widmen könne. "Diese Führungspersönlichkeit muss die politische und soziale Kompetenz haben und mitbringen, denn für diese Veränderung des Landes steht unsere Gruppe. Deshalb ist die Auswahl für uns auch schwer", meinte der Parteigründer.

Laut Dinkhauser würden die Rahmenbedingungen für einen Wahlkampf "in großen Teilen" stehen, allerdings gelte es den Ansprüchen, die die Bürger an die Liste stellen, gerecht zu werden. "Ich fühle mich zusammen mit meinen Freunden verantwortlich, eine akzeptable Lösung zu finden", sagte der 72-Jährige.

Haselwanter-Schneider wird nicht Spitzenkandidatin

Er habe Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider seine volle Unterstützung angeboten habe, wenn sie als Spitzenkandidatin antreten wolle, sagte Dinkhauser. Haselwanter-Schneider gab jedoch laut eigenen Angaben im Parteivorstand bekannt, dass sie nicht als Spitzenkandidatin zur Verfügung stehen werde. "Der Grund ist nicht, dass ich kein Vertrauen der Gruppe spüre, sondern meine derzeitige Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf hindert mich daran", sagte die Klubobfrau. Sie sei aber der festen Überzeugung, dass die Liste bei der Landtagswahl kandidieren sollte. (APA, 12.2.2013)

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