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Ein als Schweizergardist verkleidetes Kind am Petersplatz in Rom. Der 12. Februar ist übrigens der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Der Petersdom in der Vatikanstadt wurde prompt von einem Blitz getroffen.

Aktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsgruppe Femen feiern in der Pariser Kathedrale Notre Dame die Demission des Papstes.
Die Italiener sind unerreichte Meister der "dietrologia", der Tendenz, hinter allem politische, mysteriöse Hintergründe zu vermuten. So verwundert es kaum, dass der "Corriere della Sera" dem Rücktritt des Papstes am Dienstag 19 Seiten seiner Ausgabe widmet.
"Conflitti, manovre, tradimenti" - neben der bloßen Berichterstattung wuchern Spekulationen über Konflikte in der römischen Kurie, über seltsame Machenschaften, geheime Dossiers und Fälle von Verrat.
Warum legte Benedikt XVI. zum Beispiel bei einem Besuch in L'Aquila sein Pallium - jenes Amtsabzeichen in Form einer über die Schultern gelegten Schleife - auf das Grab von Coelestin V., jenem Papst, der vor über 700 Jahren zurückgetreten war? Trägt sich Ratzinger wirklich mit der Absicht, noch vor seinem Abgang zum Monatsende eine neue Enzyklika zu veröffentlichen? Warum hat die in die Schlagzeilen geratene Vatikanbank IOR noch immer keinen neuen Chef?
Auch am Dienstag pilgerten die Vatikanisten in die TV-Studios, doch der Star war nicht darunter: Giovanna Chirri, die Kirchenexpertin der Nachrichtenagentur Ansa, die am Montag den Coup ihres Lebens gelandet hatte. "Ich habe im vatikanischen Pressebüro das Konsistorium zur Heiligsprechung der Märtyrer von Otranto verfolgt. Während der Rede von Kardinal Angelo Amato habe ich mich mit Kollegen unterhalten", erzählt die promovierte Philosophin. "Hellhörig wurde ich erst, als der Papst nach den rituellen Formeln noch eine ungewohnte Erklärung abgab."
Der 56-jährigen Journalistin kamen ihre Lateinkenntnisse zugute: "Als ich hörte, was er sagte, bin ich aufgesprungen. Ich konnte es kaum glauben und war total aufgeregt." Chirri rief sofort die Redaktion an und diktierte eine Flash-Meldung: "Papst tritt am 28. 2. zurück." Um 11.46 Uhr ging die sensationelle Nachricht um die Welt.
Vatikansprecher Federico Lombardi bestätigte am Dienstag, dass der Papst bis Monatsende alle geplanten Termine einhalten werde. Die Aschermittwochsprozession wurde indes in den Petersdom verlegt. Vorher werde der Papst seine gewohnte Audienz abhalten. Am Donnerstag werde er sich mit Priestern treffen. Die letzte Generalaudienz am 27. Februar wird am Peterplatz stattfinden, da eine große Menschenmenge erwartet wird. Eine offizielle Verabschiedung des Papstes sei nicht vorgesehen. Die Wahl des Nachfolgers, das Konklave, soll Mitte März beginnen, und noch vor Ostern soll es einen Papst geben.
Lombardi dementierte die Spekulationen um eine neue Enzyklika. Auf eine Frage wusste der Vatikan-Sprecher noch keine Antwort: mit welchem offiziellen Titel der Heilige Vater nach seinem Rücktritt anzusprechen sein wird.
Wie schon vor acht Jahren nimmt der Online-Wettanbieter Paddypower auch diesmal Tipps für das Konklave an. Österreichs Kardinal Christoph Schönborn liegt mit 16:1 gut im Rennen. Kaum Chancen hat der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins: Der "Papst der Atheisten" hat eine Quote von 666:1 - wohl kein Zufall. Noch reicher könnte man mit U2-Sänger Bono Vox werden: Würde er Papst, könnte man den Wetteinsatz vertausendfachen. (Gerhard Mumelter aus Rom, DER STANDARD, 13.2.2013)
Auch Anrede als "Römischer emeritierter Pontifex" möglich
Die kritische Theologin Uta Ranke-Heinemann über ihren Studienkollegen Joseph Ratzinger, der 30 Jahre lang die katholische Kirche de facto regierte
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Möglicher Grund für Papst-Rücktritt: Kardinäle sollen sich erpressbar gemacht haben
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Don Pietro Diletti ist kein Bischof und schon gar nicht ein Kardinal - und dennoch kennt kaum jemand den jeweiligen Papst so gut wie der Pfarrer von Castel Gandolfo, wo die Kirchenoberhäupter schon seit Jahrhunderten die Sommermonate verbringen
Erster freiwilliger Rücktritt seit 1294 - Konklave wählt neuen Papst im März - Kardinal Scola Favorit für Nachfolge
85-Jähriger verlässt sein Amt am 28. Februar - Erster freiwilliger Amtsverzicht eines Pontifex maximus
Papst Benedikt XVI. wird zurücktreten. Während des Konsistoriums am Montag verlas er folgende Erklärung
Benedikt XVI. tritt als Papst zurück
Kardinal Schönborn zeigt sich über die Ankündigung Papst Benedikts überrascht
Joseph Ratzinger war ein Gelehrtenpapst, dessen Botschaft weitgehend unverstanden blieb und unzeitgemäß anmutete
Coelestin V. fühlte sich dem Amt nicht gewachsen
1991 soll Ratzinger als Kardinal Schlaganfall erlitten haben
Vor mehr als 150.000 Pilgern und Touristen hat Benedikt XVI. am Mittwoch seine letzte Generalaudienz abgehalten
Reformstau, Krise, Konflikte ... Das in der medialen Öffentlichkeit vielfach gezeichnete Negativbild Benedikts XVI. blendet wesentliche Charakteristika seiner Amtszeit aus. Der radikale Machtverzicht des Papstes sollte manche Kritiker eines Besseren belehren.
Der Schritt von Benedikt XVI. gibt Anlass zur Hoffnung auf Kirchenreformen
Benedikt XVI. wird als Papst zurücktreten. Wo steht die Amtszeit - und nur die Amtszeit - des Papstes im Vergleich zu seinen Vorgängern?
Anfang Februar: Heino veröffentlicht ein neues Album und wird plötzlich zu einer Mischung aus Rapper und Punkrocker.
14.02.13: der Papst tritt zurück.
20.02.13: die große Koalition in Österreich beschließt massive Budgetkürzungen bei Föderalismus u. öffentlicher Verwaltung; die FPÖ fordert eine Arbeitserlaubnis für Asylwerber.
21.02.13: Saudi-Arabien und Iran trennen Religion und Staat.
28.02.13: Mag. Grasser geht in U-Haft.
Man muss ganz ehrlich sagen, dass ihm die Entscheidung wahrscheinlich nicht leicht gefallen sein wird und für diesen Schritt hat er meinen vollsten Respekt. Und wie das mein Vorposter schon so schön geschrieben, er macht den Platz frei für jemand anderen, der noch etwas verändern kann. Auch sollte die Gesundheit im Vordergrund stehen und wenn es tatsächlich diese sein sollte, die ihn zum Rücktritt bewegt hat, dann sei es so und dann ist die Entscheidung sicher besser für ihn!
Arbeite seit Jahren in beiden Ländern: der Unterschied im Zugang zu und der Lösung von Problemen spiegelt sich in erstaunlich typischer Weise bei den bei den beiden Päbsten Woytila und Ratzinger wider:
Der eine erträgt leidend, duldend sein Schicksal, der andere erkennt, dass er seine Organisation/der Gesellschaft nicht mehr "vorwärts bringen" kann und tritt aktiv zurück.
Was besser ist möge jeder für sich entscheiden, zu akzeptieren sind aber beide Wege.
Wie wär's wenn's aus des Papstes (Genetiv - wie?) Vergangenheit irgendwo ein dunkles, sagen wir "Pünktchen" aufgetaucht wäre.
Theoretisch nur, sozusagen mit Unschuldsvermutung, wie man hierzulande so gern in letzter Zeit sagt.
Der Papst war in der Hitlerjugend.
Der Papst hat als Chef der Glaubenskongregation mehr als 20 Jahre lang systematisch missbrauchende Priester geschützt und damit systematisch Missbrauch gefördert.
Der Papst hat die Intrigen im Vatikan, die schlimmer sein dürften als je zuvor, nicht im Griff
(Er wurde jahrelang von seinem Diener ausspioniert.)
Die Vatikanbank war und ist ein Hort der mafiösen Geldwäsche
(1970 gab es undurchsichtige Geschäfte mit der Mafia, 1982 wurde ein führender Banker (Roberto Calvi) und seine Sekräterin umgebracht, 2010 ermittelt die italienische Finanzpolizei wg. Geldwäsche, die Bilanz wird bis heute nicht offengelegt, im Mai 2012 trat Tedeschi zurück, den der Papst eingesetzt hatte um aufzuräumen).
wäre die zeit reif für alternativen zum fahrradl/reissackl/china-spruch.
zb:
... und in kolumbien haben's a kilo koks verkauft.
oder
... und in wien ist dem bürgermeister ein achterl rot umgefallen
oder
... und in afrika hat ein pavian einen sonnenbrand gekriegt.
oder
... und in thailand hat sich einer eine filzlaus eingefangen.
oder
... und in kärnten hat ein politiker das handerl aufgehalten.
vielleicht fällt einem noch was besseres ein. lustloses gegenstände umschmeißen in china ist definitiv out. ;-)
Das ist ein 85jähriger der nur noch mit brüchiger Stimme leise spricht und auf einem Holzpodest durch den Petersdom geführt wird, aber trotzdem spekulieren etliche über die Rücktrittsgründe.
Der Papst kann den Job offensichtlich eh nicht mehr ganz ausfüllen und seine Berater und Mitarbeiter machen die Arbeit. Da ist es doch besser, er tritt zurück und es wird ein offizieller Nachfolger definiert.
Ist schon klar, aber dennoch neu.
Der Papst hat ja auch gewusst, was auf ihn zukommt, als er die Wahl angenommen hat.
Bei all den Vorfällen der letzten Jahre muss man kein Verschwörungstheoretiker sein, um hinter dem Rücktritt mehr zu sehen, als gesundheitliche Probleme.
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