Autobombenanschlag galt syrischen Assad-Gegnern

12. Februar 2013, 11:04
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Explosion, als Führungsriege des Syrischen Nationalrates Grenze in Richtung Türkei passieren wollte - Mittlerweile 13 Todesopfer

Istanbul/Damaskus - Der tödliche Anschlag an der türkisch-syrischen Grenze galt nach Informationen aus Oppositionskreisen einer Delegation des Syrischen Nationalrates (SNC). Das regimekritische Nachrichtenportal "All4Syria" berichtete in der Nacht zum Dienstag, die Autobombe sei am Montag zu einer Zeit explodiert, als die Führungsriege des SNC an dem Grenzübergang Bab al-Hawa erwartet wurde. Laut türkischen Medienberichten stieg die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 13. Bei den Toten handle es sich um zehn Syrer und drei Türken. Von den insgesamt 30 Verletzten befanden sich zehn am Dienstag noch in einem kritischen Zustand.

Die Mitglieder des SNC wurden nicht verletzt, weil sich ihr Zeitplan etwas geändert hatte. Beobachter sehen in dem Anschlag einen Beweis dafür, dass es an der von Rebellen kontrollierten Grenze Informanten des Regimes von Präsident Bashar al-Assad gibt.

Der SNC ist ein wichtiges Mitglied der Nationalen Syrischen Koalition, einem Bündnis von Regimegegnern, das fast alle maßgeblichen Gruppierungen der Opposition bündelt. Der Delegation, die am Montag aus Syrien in die Türkei zurückkehrte, gehörten unter anderem der SNC-Vorsitzende George Sabra und Faruk Taifur von der Muslimbruderschaft an. (APA, 12.2.2013)

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