Mega-Fusion von US-Airlines in Kürze möglich

12. Februar 2013, 09:44
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American Airlines und US Airways stehen kurz vor dem Zusammenschluss, der Deal könnte sehr rasch über die Bühne gehen

New York - Die Mega-Fusion der beiden Fluggesellschaften American Airlines und US Airways steht womöglich kurz bevor: Wie das "Wall Street Journal" berichtete, treffen sich die Verwaltungsräte beider Unternehmen jeweils am Mittwoch, um über den Zusammenschluss zu sprechen; noch am selben Tag oder am Donnerstag könnte die Fusion verkündet werden.

Spekulationen über den bevorstehenden Zusammenschluss gibt es, seit die angeschlagene American Airlines im November 2011 Gläubigerschutz beantragen musste. Die Erfolgsaussichten wuchsen im vergangenen April, als Gewerkschaftsvertreter öffentlich ihre Unterstützung für den Schritt erklärten. Im August schlossen beide Unternehmen dann eine Stillschweige-Vereinbarung und tauschten Informationen aus.

Die Airlines äußern sich öffentlich nicht dazu, wie weit vorangeschritten die Fusionsverhandlungen derzeit sind. "Die Diskussionen dauern noch an, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", hieß es aus Verhandlungskreisen. Die Gespräche hätten aber wahrscheinlich schon den Punkt überschritten, ab dem es kein Zurück mehr gebe, sagte der Luftfahrtexperte John Thomas von der Beratungsfirma L.E.K. Consulting.

Die Fusion der beiden Fluggesellschaften würde die größte US-Airline mit mehr als 1.500 Maschinen und 6.400 Flügen täglich schaffen. Die Umsätze beider Unternehmen beliefen sich im vergangenen Jahr auf zusammengenommen 38,7 Mrd. Dollar (28,9 Mrd. Euro). Berichten zufolge können die Unternehmen durch eine Fusion 1,2 Milliarden Dollar zusätzlich einsparen.

Dem Zusammenschluss müssten aber nicht nur die Wettbewerbsbehörden und die Aktionäre zustimmen, sondern auch das für das Insolvenzverfahren zuständige Gericht. Es wird erwartet, dass der Chef der US Airways, Doug Parker, an die Spitze der dann neu entstehenden Fluggesellschaft rückt. Unklar ist dagegen, welche Rolle American-Airlines-Chef Tom Horton übernehmen soll. (APA, 12.2.2013)

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    Die Fusion könnte sehr schnell durchgewunken werden.

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