Erstmals TV-Debatte vor Präsidentenwahl in Kenia

11. Februar 2013, 21:48
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Heftige Diskussion vor allem über die ethnischen Konflikte - Angst vor Ausschreitungen wie 2007

Nairobi - Drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Kenia haben sich die wichtigsten Kandidaten in einer Fernsehdebatte einen lebhaften Schlagabtausch geliefert. Es war das erste Mal in der Geschichte des ostafrikanischen Landes, dass es vor einer Abstimmung ein TV-Duell der Kontrahenten gab. Bei der mehrstündigen Debatte am Montagabend ging es vor allem um die ethnischen Konflikte, die nach der Wahl 2007 zu schweren Ausschreitungen im ganzen Land geführt hatten. Damals war Kenia an den Rand eines Bürgerkriegs geraten.

Drei Kandidaten haben besonders gute Chancen auf einen Sieg: Premierminister Raila Odinga, Vize-Premierminister Musalia Mudavadi und Uhuru Kenyatta, der Sohn des ersten kenianischen Präsidenten. Alle versprachen, sie wollten im Falle eines Sieges Präsident für alle Kenianer sein - egal welcher ethnischen Gruppe sie angehören.

Kenyatta ist vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Politiker soll bei den Unruhen 2007 eine Kikuyu-Miliz organisiert haben. Er wies die Vorwürfe erneut zurück: "Ich werde meinen Namen reinwaschen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Regierungsgeschäfte weiterlaufen." Odinga konterte: "Es wird eine große Herausforderung sein, eine Regierung via Skype aus Den Haag zu lenken." Eine weitere TV-Debatte soll am 25. Februar stattfinden. (APA, 11.2.2013)

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    Kundgebung für friedliche Wahlen in Nairobi.

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