Die gesundheitlichen Probleme des Papstes

  • Weihnachten 2012: der Papst rollt durch den Petersdom.
    foto: reuters/rossi

    Weihnachten 2012: der Papst rollt durch den Petersdom.

1991 soll Ratzinger als Kardinal Schlaganfall erlitten haben

Vatikanstadt - Um den Gesundheitszustand von Papst Benedikt XVI. ranken sich seit Jahren Gerüchte. Sein Bruder Georg Ratzinger äußerte sich schon bei der Papstwahl 2005 besorgt über dessen "nicht ganz so stabile Gesundheit". Seither wird viel gemunkelt, richtig bestätigt ist so gut wie nichts:

Im Sommer 1991 soll Joseph Ratzinger noch als Kurienkardinal einen Schlaganfall erlitten haben. Offiziell hieß es, er sei bei einem Sturz mit seinem Kopf an einen Heizkörper geprallt. Seitdem soll Benedikt jeden Morgen blutverdünnende Medikamente einnehmen.

Rollbrett

Weiter berichteten Medien, Benedikt leide an Arthrose und habe Beschwerden im rechten Knie. Im Oktober 2011 ist er erstmals auf einem rollbaren Podest zur Sonntagsmesse im Petersdom erschienen. Er wurde etwa 100 Meter durch das Mittelschiff zum Altar geschoben. Der Vatikan erklärte, es gebe keinen medizinischen Grund. Es gehe darum, "dem Papst die Anstrengung zu erleichtern".

Spekulationen über seine Gesundheit flammten zu Ostern 2008 auf: Der Papst hatte entgegen seiner Ankündigung das Kreuz die letzten drei Stationen des Kreuzwegs nicht selbst getragen. Laut Vatikan haben der starke Regen und die Kälte zu den Änderungen im Programm des Kreuzweges geführt.

Gesichert hingegen ist Benedikts Armfraktur. In der Nacht zum 17. Juli 2009 brach er sich bei einem Sturz in seinem Ferienhaus im italienischen Aosta-Tal das rechte Handgelenk. Er soll im Badezimmer seines Chalets in Les Combes ausgerutscht sein.

Im März 2012 wurde das Programm der päpstlichen Mexiko-Reise ein wenig abgeändert: Benedikts Ärzte sollen argumentiert haben, Mexiko-Stadt sei luftverschmutzt und liege zu hoch für den Papst. So begann Benedikt stattdessen seinen Besuch in León. (APA, 11.2.2013)

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Benedikt der XVI

Alle möglichen Krankheiten werden dem Hl. Vater zugeschrieben. Dass er sehr krank ist, kann man von Weitem sehen. So wie wir ihn kennen, würde er grundlos auf keinen Fall sein Amt zurücklegen, das heisst, er kann wirklich nicht mehr. Die Menschheit möge das bitte anerkennen und ihm die letzten Tage seines Pontifikates und seines Lebens seiner Würde entsprechend angedeihen lassen. Er hat es mit Gott abgesprochen, also müssen wir Menschen auch damit einverstanden sein. Alles Gute Hl. Vater, der Herr wird ihn begleiten!

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