Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Von den bisher 265 Päpsten verzichteten nur die allerwenigsten auf das Amt – Kirchenhistoriker nennen eine Zahl von vier bis sechs Päpsten in 21 Jahrhunderten. Der letzte unstrittig freiwillige Rücktritt eines Oberhauptes der katholischen Kirche ereignete sich 1294, also vor über sieben Jahrhunderten. Damals dankte der erst fünf Monate zuvor zum Kirchenoberhaupt gewählte Eremit Coelestin V. ab, weil er sich dem Amt des Pontifex maximus nicht gewachsen fühlte. Er starb 1296 und wurde später heiliggesprochen.
Zum ersten Rücktritt eines Papstes kam es 88 oder 97 nach Christus: Clemens I. war einer der ersten Nachfolger des Apostels Petrus als Bischof von Rom – und damit Papst.
Im Mittelalter machten sich vor dem Konzil von Konstanz (1414 bis 1418) drei Päpste das Amt streitig: Johannes XXIII., Benedikt XIII. und Gregor XII. Das Konzil, das die Einheit der Kirche retten sollte, setzte die ersten beiden ab, auch Gregor XII. wurde gezwungen, auf sein Amt zu verzichten.
Von den Päpsten seit Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Pius XII. (1939–1958), Paul VI. (1963–1978) und Johannes Paul II. (1978– 2005) einen schriftlichen Amtsverzicht vorbereitet. Pius XII. wollte die Kirche damit angesichts einer allfälligen Entführung seiner Person durch Hitlers Truppen absichern.
Ein Amtsverzicht führt, so wie der Tod des Papstes, zur Sedisvakanz. Im Canon 332, Paragraf 2 des kirchlichen Gesetzbuches Codex Iuris Canonici (CIC) heißt es: "Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird."
Neben dem Verzicht kennt das Kirchenrecht auch die Möglichkeit der "völligen Behinderung des römischen Bischofsstuhls". Dabei ist gemäß Canon 335 ebenso zu verfahren wie im Fall einer Sedisvakanz. (red/DER STANDARD, 12.2.2013)
Auch Anrede als "Römischer emeritierter Pontifex" möglich
Die kritische Theologin Uta Ranke-Heinemann über ihren Studienkollegen Joseph Ratzinger, der 30 Jahre lang die katholische Kirche de facto regierte
Bericht über angebliches geheimes Homosexuellen-"Netzwerk" - Vatikan will sich zu Bericht nicht äußern
Benedikt XVI. in einem vor zwei Montagen aufgezeichneten Interview
Konflikte in der Kurie, seltsame Machenschaften, geheime Dossiers und Fälle von Verrat
Möglicher Grund für Papst-Rücktritt: Kardinäle sollen sich erpressbar gemacht haben
Benedikt XVI. traf Italiens Präsidenten Napolitano - Pressesprecher Lombardi ortet Verschwörungstheorien
Don Pietro Diletti ist kein Bischof und schon gar nicht ein Kardinal - und dennoch kennt kaum jemand den jeweiligen Papst so gut wie der Pfarrer von Castel Gandolfo, wo die Kirchenoberhäupter schon seit Jahrhunderten die Sommermonate verbringen
Erster freiwilliger Rücktritt seit 1294 - Konklave wählt neuen Papst im März - Kardinal Scola Favorit für Nachfolge
85-Jähriger verlässt sein Amt am 28. Februar - Erster freiwilliger Amtsverzicht eines Pontifex maximus
Papst Benedikt XVI. wird zurücktreten. Während des Konsistoriums am Montag verlas er folgende Erklärung
Benedikt XVI. tritt als Papst zurück
Kardinal Schönborn zeigt sich über die Ankündigung Papst Benedikts überrascht
Joseph Ratzinger war ein Gelehrtenpapst, dessen Botschaft weitgehend unverstanden blieb und unzeitgemäß anmutete
1991 soll Ratzinger als Kardinal Schlaganfall erlitten haben
Vor mehr als 150.000 Pilgern und Touristen hat Benedikt XVI. am Mittwoch seine letzte Generalaudienz abgehalten
Reformstau, Krise, Konflikte ... Das in der medialen Öffentlichkeit vielfach gezeichnete Negativbild Benedikts XVI. blendet wesentliche Charakteristika seiner Amtszeit aus. Der radikale Machtverzicht des Papstes sollte manche Kritiker eines Besseren belehren.
Der Schritt von Benedikt XVI. gibt Anlass zur Hoffnung auf Kirchenreformen
Benedikt XVI. wird als Papst zurücktreten. Wo steht die Amtszeit - und nur die Amtszeit - des Papstes im Vergleich zu seinen Vorgängern?
Es gibt in Inferno III,60 den berühmten Satz:
...l'ombra di colui / che fece per viltade il gran rifiuto,
von dem die meisten meinen, Dante habe Coelestin V. gemeint und ihn in die Vorhölle (l'Antinferno) verbannt weil er durch seinen Rücktritt Schlimmeres ermöglicht hat (nämlich seinen als "Fuchs" kritisierten Nachfolger).
(http://it.wikisource.org/wiki/Divi... /Canto_III )
Was denkt wohl Benedikt - der Coelestin angeblich sehr verehrt u. Dante vermutlich auswendig kann - darüber?
Hier dazu interessantes (und aktualisiertes) Lesefutter:
http://it.wikipedia.org/wiki/Che_... an_rifiuto
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.