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Wien - Harald Vilimsky, Generalsekretär der FPÖ und Vater einer zwölfjährigen Tochter, findet das Vorhaben der Innenministerin völlig angebracht - noch dazu, wo es im Stadtpark im dritten Bezirk nur so von Dealern wimmelt, die sogar schon Teenagern Stoff offerieren: "Die jungen Menschen sollen in einem Umfeld aufwachsen, in dem man mit Drogen erst gar nicht in Kontakt kommt", meint Vilimsky - und nimmt dabei auch gern in Kauf, dass sein Kind - falls es jemals auf Abwege käme - mit ernsten Konsequenzen rechnen müsste: "Wenn dieses Damoklesschwert über den jungen Leuten hängt, dass dann auch die Eltern und die Lehrer alles mitbekommen, kämen die meisten erst gar nicht in Versuchung", ist der FPÖ-Politiker überzeugt.
Genau das hat Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) auch im Sinn. Am liebsten schon im März möchte die Innenministerin versuchsweise in drei Bezirken Ostösterreichs des Drogenkonsums Verdächtige Haaranalysen unterziehen - und zwar nicht nur im Zuge von Verkehrskontrollen, sondern auch bei Personenkontrollen. Derzeit prüft das Innenressort noch mit den zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Gesundheitsbehörden, welche Gebiete für das Pilotprojekt konkret infrage kommen.
Der Vorteil, den sich Mikl-Leitner von der Haarmethode erhofft: Anders als bei den bisher üblichen Harntests könnten bei den Haartests Konsumrückstände länger nachgewiesen - und damit Drogenkarrieren von Jugendlichen rasch gestoppt werden. Der Koalitionspartner SPÖ hingegen findet die Analysen aus präventiven wie toxikologischen Gründen bedenklich, weil damit Erstkonsumenten unnötig kriminalisiert würden und die Tests aus wissenschaftlicher Sicht als unverlässlich gelten. So speichern dunkle Haare Suchtmittelrückstände besser als helle Haare.
Doch für das Einführen flächendeckender Haartests in ganz Österreich reicht die blaue Unterstützung ohnehin nicht aus, denn: Dafür bräuchte die ÖVP - analog zu den Alkotests - eine Zweidrittelmehrheit im Parlament, weil diese Analysen einen Eingriff in die Grundrechte bedeuten. Und neben der SPÖ stemmen sich auch die Grünen, die Orangen sowie das Team Stronach gegen Mikl-Leitners Pläne.
Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen: "Vernünftige Drogenpolitik setzt kriminaltaktisch woanders an, nämlich bei den Drogenhändlern." Stefan Petzner vom BZÖ meint: "So ein Pilotprojekt kann man machen - nur bei den Autofahrern ist es wohl der Alkohol, der die Unfallstatistik in die Höhe treibt." Nachsatz: "Mikl-Leitner macht jetzt die Gouvernante in der Regierung für Erwin Pröll, der in Niederösterreich Wahlkampf betreibt - das alles kann ja kein Zufall sein." Und auch Robert Lugar findet es unangemessen, mithilfe von Haaranalysen monatelang zurückliegenden Drogenkonsum nachzuweisen. Frank Stronachs Klubchef im Parlament, sonst stets für Transparenz zu haben: "Mikl-Leitners Methoden sind überschießend." (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 12.2.2013)
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Also: Alkotests vor jedem Dienstantritt und nach Dienstschluß. Kostet ja nichts, ist ja alles im Kommissariat vorhanden.
Zuzüglich eine wöchentliche Haarprobe, wegen Drogen... Man weiß ja, die Vorkommnisse über die berichtet wurde...
Das ist natürlich keine Schikane für unsere Polizeibeamten. Wie denn auch? Man geht ja davon aus, daß sie sich alle immer pflichtgemäß verhalten. Eh klar. Und wie die Fr. Innenministerin ja sagt: Wer nichts zu verbergen hat, braucht sich vor so einem Test ja auch nicht zu fürchten. Is klar. Wir haben es verstanden. Und so verstehen es ja auch alle Wacheorgane. Denke ich.
Und niemand wird ausgenommen, weder Bürgermeister, noch Bezirksvorsteher und Beamte, dann erst die Bevölkerung.
Prost! Ähm, guten Tag!
Strache, Vilimski und Kickl unterziehen sich einem wöchentlichen Haartest, denn "wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten".
1. könnten sie ein Zeichen setzen, indem sie mit gutem Beispiel vorangehen, zumal sie
2. als fleißige Discobesucher einem begründeten Generalverdacht unterliegen, unterstützt von widersprüchlichen Aussagen und zwischenzeitlichen Gedächtnislücken sowie infantilem Verfolgungswahn.
Wenn Politiker ihre Kernaufgaben, Ausgleich zum allgemeinen Besten, in einer Gesellschaft nicht mehr wahrnehmen können, dann beginnen sie gerne nach unten zu treten.
Denn das Einführen von sinnlosen Regelwerken und Verletzten von Grundrechten kann man gut als Leistung verkaufen.
Aber darin haben wir ja Übung, so wie die vielen schikanösen Verkehrskontrollen, die ein schönes Körberlgeld bringen und die Exekutive davon abhalten wirkliche Kriminalfälle aufzuklären.
www.europa-heute.com
weiß dass viele seiner Wähler nicht wissen, dass sich jugendliche durch damokles nicht beeindrucken lassen, schon aus physiologischen gründen.Jugendliche deniken kaum 3 Minuten in die Zukuft.Das hat etwas mit der Entwicklung des Vorderlappens zu tun.Das ganze ist schwachsinn , das weiß er auch aber wahlkampf isch
Nein, nicht durch Angst. Eher mittels Konsequenz.
Man lernt dabei fürs Leben. Wenn man die Spielregeln nicht beachtet, führt das zu Konsequenzen (zB Strafe). Ist eigentlich ganz normal in einer Gesellschaft.
Ich bin aber trotzdem dafür Cannabis zu entkriminalisieren/legalisieren (ab Volljährigkeit natürlich). Halte daher eher weniger von dem Vorschlag mit den Haartests. Wichtig wäre auch das Gespräch mit den Eltern, Lehrern ... zu suchen um dem Jugendlichen zu helfen.
der "Versuch" bezahlt von den Probanden, die den Haartest bezahlen müssen - ist echt ein Skandal.
Suchtgifte vor Monaten konsumiert und aktuell festgestellt, werden in situ wohl keine Fahruntüchtigkeit diagnostizieren.
Tüpfelchen am I ist die FPÖ der die dunklen Haare am Wichtigsten sind..... (ohne Worte)
Haartests weisen Drogenkonsum in den vergangenen Wochen/Monaten nach. Das aber erst mit einigen Tagen Verzögerung (ca. 5-10 Tage nach dem Konsum). Zudem dauern solche Tests Tage bis Wochen. Wie das einen Hinweis auf die aktuelle Fahrtauglichkeit geben soll, ist mit schleierhaft. Außerdem speichern Haare Drogen höchst unterschiedlich ab. Da spielen Haarfarbe, Alter, Allgemeinzustand der Person und Haarbehandlungen (Färben, etc..) eine große Rolle. Zudem kosten solche Tests einen Haufen Geld.
Aber wieder typisch: Da wird laut was verkündet ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken.
PS: Was ist mit Glatzen- und Perückenträgern?
Frau Mikl-Leitner, bevor Sie weitere teure und ungeeignete Repressionsmassnahmen gegen [vorwiegend] harmlose Cannabiskonsumenten in Stellung bringen, treten Sie doch bitte endlich den Beweis der Wirksamkeit der Drogenverbote an. Seit klnapp 40 Jahren führen Staaten einen Krieg gegen Menschen die sich nicht ausschliesslich mit Alkohol ihre Freizeit versüssen wollen. Sie präsentieren jährlich steigende Zahlen von Aufgriffen im Zusammenhang mit Drogen. Die Verfügbarkeit und Qualität von allen Substanzen ist jedoch so hoch wie nie zuvor. Jedem halbwegs denkenden Wesen sollte klar sein, dass sie seit 40 jahren erfolglos in dieser Materie sind.
Nein, Sie haben nicht 'zu wenig' getan - Sie haben das FALSCHE getan!
"...könnten bei den Haartests Konsumrückstände länger nachgewiesen - und damit Drogenkarrieren von Jugendlichen rasch gestoppt werden."
wenn also in gramat-neusiedl ein verdächtiger autofahrer positiv auf drogen getestet wird, bleibt einer 12-jährigen schülerin im 3. wiener gemeidebezirk eine drogenkarriere erspart!
sehr gscheit!
*lol* ich bin in die Stubenbastei Volksschule gegangen das war so vor etwa ... 20 Jahren .... da hat ma uns auch schon erzählt das wir 8 Jährige Gschroppen ins "Beuteschema" der Dealer im Stadtpark passen.
Wie auch immer, das sich dieses Märchen von den Dealern die Kinder ansprechen bis heute so gut vermarkten lässt spricht nicht unbedingt für die Intelligenz der Menschen. Ich hab durchaus einige Erfahrung mit Drogen in meinem Leben gemacht und abgesehen von bestimmten Partys hat mich noch nie irgendwer auf offener Straße darauf angesprochen ob ich Drogen kaufen möchte. Die Wahrheit ist doch eher die, als wir mit 16 unsere ersten Ofen graucht haben mussten wir ziemlich lang suchen bis wir wen gefunden haben der uns was verkaufen wollt ...
Wir sollen uns also Zwangsdrogentests auf Verdacht bei ABSOLUT UNBESCHOLTENEN BÜRGERN, ungeachtet der Tatsache dass dies einen krassen Verstoss gegen die Unschuldsvermutung darstellt, leisten...ohne dass auch nur die geringste Indikation bestünde dass dies irgendeinen greifbaren Vorteil bringt...okay.
Gleichzeitig, ist unsere Exekutive auf ein Jahreskontingent von nicht einmal 9.000 PCR Tests (Der "Kommissar DNA" - Test mit den lustigen Strichen) beschränkt, weil wir uns nicht mehr leisten können/wollen...ungeachtet der Tatsache, dass damit unzälige Gewaltverbrechen bewusst nicht aufgeklärt werden, die anders ganz leicht gelöst würden...
Klingt absolut logisch, oder?
"Wenn dieses Damoklesschwert über den jungen Leuten hängt, dass dann auch die Eltern und die Lehrer alles mitbekommen, kämen die meisten erst gar nicht in Versuchung", ist der FPÖ-Politiker überzeugt."
Sehen wir mal, was war nochmal die Strafe für illegalen Besitz Konsum oder Ausschank von Alkohol in den USA während der Prohibitionszeit? Je nach Richter fast das halbe Jahreseinkommen eines Arbeiters, bis hin zu mehreren Jahren Haft. Und die mussten nichtmal Haartests machen.
Ergebnischeck...ist der Konsum zurückgegangen? Nicht die Bohne. Dafür waren diverse Großstädte fast zwei Jahrzehnte lang de facto im Besitz von Mafiaclans, die durch den Alkoholschmuggel entstanden und reich geworden sind.
Na dann, auf in die Steinzeit!
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