Causa Jukic vor Gericht

11. Februar 2013, 18:00
29 Postings

Schwimmer kämpft gegen Sperre durch den Verband an

Wien – Die Beziehung zwischen Dinko Jukic und dem Schwimmverband (OSV) gestaltet sich mittlerweile auf mehreren Ebenen. Die meisten dieser Ebenen sind juristische. Am Dienstag geht es im Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen um jene Klage, die Jukic gegen seine Sperre durch das Verbandsgericht eingebracht hat. Dieses hatte Jukic im August 2012 bis 23. Juni 2013 gesperrt, weil er im Mai bei der EM in Debrecen einen Funktionär beleidigt hatte. Jukic erzielte Ende November eine Einstweilige Verfügung gegen die Sperre.

 Der Versuch einer außergerichtlichen Einigung ist gescheitert. Ein erster Gesprächsversuch Ende Dezember verlief insofern nicht erfolgreich, als sich Jukic-Anwalt Thomas Krankl wegen einer Gerichtsverhandlung verspätet hatte. Am 24. Jänner kam ein Treffen von Jukic und seinem Anwalt Thomas Krankl mit OSV-Präsident Christian Meidlinger und OSV-Anwalt Anton Ehm zustande, es blieb ergebnislos. Tags darauf schloss der OSV den Jukic-Klub SC Austria Wien aus.

Damit wurde die Lage verschärft. Jukic darf trotz vorliegender Einstweiliger Verfügung nicht bei Wettkämpfen starten, da er Mitglied von Austria Wien ist. Mit einem Vereinswechsel wäre der 24-Jährige das Startverbot los, ein solcher Wechsel kommt für den Olympiavierten nicht infrage. Vielmehr wurde auf vorerst verbandsinternem Weg Berufung und ein weiterer Antrag auf eine Einstweilige Verfügung eingebracht. Jukic stößt sich vor allem daran, dass seinem Klub eine Zahlungsfrist bis 6. Februar eingeräumt worden war, der Ausschluss aber schon zehn Tage vor Fristablauf ausgesprochen wurde. Mittlerweile, sagt Krankl, sind alle Außenstände beglichen.

 Der OSV ist am Dienstag durch Anwalt Ehm vertreten, nicht aber durch Meidlinger. Auf der Gegenseite werden Krankl und Jukic gemeinsam auftreten. "Ich nehme die Sache eben ernst", sagt Dinko Jukic. (fri, APA - DER STANDARD, 12.2. 2013)

Share if you care.