"Titanic"-Magazin bedauert Papst-Rücktritt: "Nicht abgesprochen"

11. Februar 2013, 14:42
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Satiremagazin zeigt sich auch am Ende des Pontifikats respektlos

Nach dem Streit um ein umstrittenes Papst-Titelbild hat sich das deutsche Satiremagazin "Titanic" enttäuscht über den Rücktritt des katholischen Kirchenoberhauptes gezeigt. "Es ist schade, dass damit einer unserer besten Mitarbeiter vorschnell das Handtuch wirft", sagte Chefredakteur Leo Fischer am Montag leicht amüsiert. Die Redaktion sei "schockiert und traurig", allerdings auch verärgert: "Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. war nicht mit uns abgesprochen." Da die neue "Titanic"-Ausgabe erst Anfang März erscheine, werde die Redaktion das Thema natürlich aufgreifen: "Das müssen wir tun", sagte Fischer.

In der Juli-Ausgabe 2012 hatte das Magazin das Kirchenoberhaupt von vorne und von hinten gezeigt - einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck auf der Soutane - und in der Überschrift auf die Enthüllungsaffäre im Vatikan angespielt: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!" Der Vatikan hatte sich dagegen juristisch zur Wehr gesetzt und eine einstweilige Verfügung erreicht. Dagegen hatte "Titanic" jedoch erfolgreich Widerspruch eingelegt. (APA, 11.2.2013)

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