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Der Papst gibt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf.

Papst Benedikt XVI., geboren am 16. April 1927.
Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar als Oberhaupt der katholischen Kirche zurücktreten. Das kündigte der gebürtige Deutsche Joseph Ratzinger am Montag beim Konsistorium für die Seligsprechung von zwei süditalienischen Märtyrern an. Als Grund nannte der 85-Jährige gesundheitliche Überlegungen: Die Kräfte würden angesichts seines Alters nicht mehr reichen. Im März wird die Konklave zusammentreten, die den neuen Papst zu wählen hat. Vatikansprecher Pater Federico Lombardi zeigte sich zuversichtlich, dass bis Ostern ein neuer Papstgewählt werde. Benedikt werde keine Rolle im Konklave spielen. Auch in der Zeit, in dem der Stuhl Petri vakant sein werde, soll der Papst keine Funktion ausüben.
Laut Radio Vatikan erklärte der Papst, dass "meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben". "Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013 um 20 Uhr der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird."
In Kanon 332, Absatz zwei des Kirchenrechts ist der Rücktritt eines Papstes geregelt. Ein Papst kann, wann immer er will und ohne irgendjemanden um Erlaubnis zu fragen, zurücktreten. In Zukunft wolle Ratzinger "der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen".
"Das Alter drückt", sagte Papst-Bruder Georg Ratzinger am Montag der Nachrichtenagentur dpa: Sein Arzt habe dem Papst geraten, keine transatlantische Reisen mehr zu unternehmen. Auch das Gehen bereite seinem Bruder zunehmend Schwierigkeiten.
Als "Blitz aus heiterem Himmel" bezeichnete der ehemalige vatikanische Generalsekretär, Kardinal Angelo Sodano, den Rücktritt Benedikts. Der scheidende italienische Premier Mario Monti reagierte geschockt: "Ich bin von dieser unerwarteten Nachricht erschüttert." Die deutsche Regierung bekundete "den allerhöchsten Respekt für den Heiligen Vater, für seine Leistung, für seine Lebensleistung für die katholische Kirche", wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte.
In der Kirchengeschichte trat erst ein einziger Papst, Coelestin V., wenige Monate nach seiner Wahl 1294 aus Gewissensgründen zurück. Sein Nachfolger Bonifaz VIII. ließ ihn einsperren, er starb 1296 in Gefangenschaft. Benedikt XVI. ist der erste Papst, der freiwillig zurücktritt. Der Vatikan will nun "so schnell wie möglich" einen Nachfolger küren.
Ratzinger wird sich nach dem Ende seines Pontifikats nach Castel Gandolfo zurückziehen. Hier werde er auf das Ende der Restaurierungsarbeiten eines ehemaligen Klausurklosters im Vatikan warten, wo er künftig leben wird, berichtete Vatikansprecher Pater Federico Lombardi. Der Vatikan-Sprecher schloss aus, dass eine Krankheit den Papst zum Rücktritt bewogen habe. "Er hat klar gesagt, dass er wegen seines fortgeschrittenen Alters in den letzten Monaten an Kraft verloren hat", betonte Lombardi. Der Vatikan-Sprecher beteuerte, es habe keine Anzeichen von Depression oder Entmutigung seitens des Papstes gegeben. "Ich persönlich habe größte Bewunderung für die Geste des Papstes, für den Mut, die Geistesfreiheit und das große Bewusstsein für die Verantwortung seines Amts", so Lombardi.
Als Favorit für die Nachfolge Papst Benedikts gilt der ghanaische Bischof Peter Turkson. Ratzinger war im April 2005 zum 265. Papst gewählt worden. Zuvor war er als Kardinal Präfekt der Glaubenskongregation. (Reuters/APA/red, derStandard.at, 11.2.2013)
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Reformstau, Krise, Konflikte ... Das in der medialen Öffentlichkeit vielfach gezeichnete Negativbild Benedikts XVI. blendet wesentliche Charakteristika seiner Amtszeit aus. Der radikale Machtverzicht des Papstes sollte manche Kritiker eines Besseren belehren.
Der Schritt von Benedikt XVI. gibt Anlass zur Hoffnung auf Kirchenreformen
Benedikt XVI. wird als Papst zurücktreten. Wo steht die Amtszeit - und nur die Amtszeit - des Papstes im Vergleich zu seinen Vorgängern?
es muss jemand sein, der katholisch, konservativ ist aber trotzdem sympathisch wirkt - vor allem bei unserer jugend. jemand, der gut argumentieren kann, also den status quo mit dem verweis "weils immer so war", vortrefflichst zu rechtfertigen weiss. ah ich weiss, wers wird:
PAPST SPINDUS DER ERSTE!
Wäre interessant, wie konservativ diese Kurie eigentlich ist. Denke, schon sehr. Da wird es auch ein neuer Papst nicht leicht haben, wenn er Verbesserungen erreichen will.
wage ich jetzt mal zu bezweifeln, daß der nächste Papst überhaupt 'Verbesserungen erreichen will'. Außerhalb von Zentraleuropa sind die kirchenkritischen Stimmen deutlich leiser/ zurückhaltender, und es ist mEn nicht wirklich anzunehmen, daß Kurie &co es jetzt darauf anlegen, einen "liberalen Neuerer" o.ä. auf den Papststuhl zu setzen. Wobei zu bedenken ist, daß bei denen der Begriff 'liberal' ohnehin anders zu denken ist, als außerhalb des Kreuzvereins ("Jessas! Kah Hexnvabrennung? Owa mia san mia, und wia haum des scho imma so gmocht!", um es ein wenig österreicherln zu lassen und auch gleich die ÖVPler anzusprechen...).
Man mag mir natürlich Pessimismus unterstellen... naja. Wir werden sehen, wie das weitergeht.
„Titanic“-Magazin bedauert Papst-Rücktritt - „nicht abgesprochen“
Satiremagazin zeigte sich auch am Ende des Pontifikats respektlos.
http://www.tt.com/%C3%9Cber... rochen.csp
Fand ich auch. Musste kurz nachdenken, aber dann ;))
Da könnte man, echt schon ein Wettbewerb veranstalten.....
Ein User hat auch weiter unten geschrieben, genauen Text weiß ich jetzt nicht, aber ungefähr:
Deutschland sucht nun den Superpapst......in der Jury, natürlich Dieter Bohlen....
Fand ich auch gut!
Der Papst betet diesmal, um die Absichten seines obersten Dienstherrn zu erfahren. Oh Herr, gib mir ein Zeichen! Wird es einmal Priester geben, die heiraten dürfen? Eine Stimme von oben gibt die Antwort: Solange du Papst bist, nicht. - Oh Herr, gib mir noch ein Zeichen. Wird es einmal Frauen als Priester geben? - Die Antwort: Solange du Papst bist, nicht. - Herr, gib mir nur noch ein Zeichen. Wird es noch einmal einen deutschen Papst geben? - Solange ich Gott bin, nicht...
vieleicht ewar ihm das doch zuviel!
Roms ketzerische Erfindungen
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300 n. Chr. Gebete für die Toten*
300 n. Chr. Das Kreuzzeichen machen
320 n. Chr. Wachskerzen*
375 n. Chr. Anbetung von Engeln und toten Gläubigen und der Gebrauch von Bildnissen
394 n. Chr. Die Messe als tägliche Feier
431 n. Chr. Anfang der Verehrung Marias; der Ausdruck "Mutter Gottes" wurde zum ersten Mal vom Konzil zu Ephesus auf Maria angewandt
500 n. Chr. Priester unterscheiden sich von gewöhnlichen Menschen durch die Kleidung
526 n. Chr. Letzte Ölung
593 n. Chr. Die Lehre vom Fegefeuer, aufgestellt von Gregor I.
600 n. Chr. Die lateinische Sprache, verwendet bei Gebet und Verehrung, auferlegt von Gregor I.
600 n. Chr. ...
Was ist daran jetzt ketzerisch? Oder beurteilen Sie Glaubensstrukturen und -institutionen immer nach der anfänglichen Beta-Version? Innerhalb eines religionshistorischen Rahmens ist die Entwicklung der kath. Kirche durchaus in sich gesehen schlüssig. Warum also "Roms ketzerische Erfindungen"? Anbetung von Engeln, Wachskerzen, Totengebete u. rituelle Gesten sind jetzt nix unbedingt Revolutionäres... es sei denn, Sie gehen von einem vollständig anderen Religionsbegriff aus. Welcher dann wohl auch mit modernem Gotteskult nicht viel zu tun haben kann (...neue Sekte? Abspaltungsbewegung? Rekonstruktivistischer Fundamentalismus? We want to know!).
:D
viele der nichtkatholiken sind nicht als solche geboren, sondern hatten unter der *nächstenliebe* mancher katholiken zu leiden.
daher kommt auch die negative emotion
davon abgesehen scheinen sich die bekennenden katholiken mit einer meinungsfreiheit schwer zu tun, sonst tät es Ihnen nicht so leicht fallen, selbst so schnell in die abwertung und respektlosigkeit zu fallen.
bevor Sie hier also übr das angebliche rotzen anderer herumrotzen, holen Sie sich doch besser ein katholisches schneuztuch... da hat/hätte mehr stil.
missbrauchsopfer? weil ich die nächstenliebe manches kirchenpersonal als unehrlich erlebt habe, bedeutet es nicht, dass ich von missbrauch ausgehe.
Sie können gerne Ihre Meinung vertreten. ob das aber ein gerotze ist, hängt nur bedingt vom inhalt sondern eher vom stil des eintrags ab.
PS: gott sei dank bin ich weder verpflichtet an diesen zu glauben, noch entsprechend der vorstellungen der vorsellungen seiner angeblichen vertreter leben.
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