Ex-Klubobmann der FP Niederösterreich vom Projekt Stronach "fasziniert"

11. Februar 2013, 11:28
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Personalkarusell in Niederösterreich dreht sich weiter - Marchat heuert bei Stronach an

Franz Marchat, ehemaliger Klubobmann der FPÖ im niederösterreichischen Landtag, hat am Montag im Gespräch mit der APA bekräftigt, dass das Projekt Stronach mit einem "anderen Zugang zur Politik" auf ihn "Faszination" ausübe. Daher habe er sich dazu entschlossen, das Angebot anzunehmen, ein Generalsekretariat aufzubauen. Es gehe um Strukturen, so der 48-Jährige. In seinem Unternehmen - Marchat betreibt mit einem Partner zwei Tankstellen - will er weiter tätig bleiben.

In der Arbeit für das Team Stronach habe derzeit die NÖ-Wahl am 3. März oberste Priorität, so Marchat. "Zumindest Klubstatus", somit vier Mandate, seien das Ziel. Dann werde der Fokus ganz auf die Nationalratswahl im Herbst gelegt, wo man "mit einer starken Mannschaft ins Parlament einziehen" wolle, um eine "andere Politik, auf Leistung ausgelegt", machen zu können. Im Hinblick auf die Landtagswahl arbeitet Marchat eigenen Angaben zufolge vorerst von St. Pölten aus. Selbst wieder ein Mandat anzunehmen sei derzeit kein Thema.

Von der "Karteileiche" zu Stronach

"Der Parteigründer nimmt sein eigenes Geld in die Hand. Die Politik ist darauf ausgerichtet, der Wirtschaft zu helfen." Vor allem das unterscheidet laut Marchat das Team Stronach von den etablierten Parteien.

Dass er kürzlich aus der FPÖ ausgetreten sein, bezeichnete der ehemalige Landesparteisekretär, Klubobmann und Spitzenkandidat bei der NÖ-Wahl 2003, als "logisch". Er sei seit Jahren eine "Karteileiche" gewesen, habe mit den handelnden Personen bei den niederösterreichischen Freiheitlichen keinen Kontakt mehr gehabt und könne sich mit der Führung auf Landesebene auch nicht identifizieren. (APA, 11.2.2013)

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