"Dead Space 3": Wenig Horror und viel Action spalten die Kritiker

11. Februar 2013, 12:33
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Tester: Neuer Co-op-Modus und Waffensystem gelungen

Der dritte Teil von Electronic Arts und Viscerlas Horror-Shooter-Serie "Dead Space" sorgte im Vorfeld sowohl mit positiven als auch mit negativen Schlagzeilen für Wirbel. Rekordvorbestellungen meldete der Herausgeber, Medien und Fans fürchteten sich vor der Implementierung von kostenpflichtigen, wenngleich rein optionalen Upgrades. Ende vergangener Woche ist "Dead Space 3" nun für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen. Die Kritiker der Branchenmedien sind gespaltener Meinung, ob auch alle Neuerungen zum Guten sind.

Der Seuche auf der Spur

In der Rolle von Protagonist Isaac Clarke machen sich Spieler auf eine Expedition ins Weltall, um das Geheimnis um die Nekromorph-Seuche und die mysteriösen Marker zu lüften. Erstmals in der Serie haben Spieler die Wahl, diese Erfahrung allein oder dank Drop-in/Drop-out-Funktion gemeinsam mit einem Freund zu machen. Im Coop-Modus übernehmen die Spieler die Rolle des Soldaten John Carver, der aufgrund der Nekromorph-Seuche seine Familie verlor, und schalten Story-Details, Nebenmissionen und Gameplay-Mechaniken frei, die nur er finden kann. Hauptschauplatz ist ein ein feindseliger neuer Planet namens Tau Volantis, auf dem man sich tödlichen, eiskalten Bedingungen und hochentwickelten Feinden stellen muss. Mithilfe des Systems zur Waffenherstellung können die Spieler nach Ersatzteilen suchen und mächtige neue Waffen bauen, um jeden Gegner zu besiegen, der sich ihnen in den Weg stellt. 

Nicht Pay2Win

Letzteres Feature wurde im Vorfeld teils heftig kritisiert. Denn, wer seine Waffen schneller ausbauen möchte, kann sich Vorteile auch gegen Echtgeld erkaufen. Die gute Nachricht den Kritikern zufolge ist jedoch, dass Sammelsystem gut umgesetzt wurde und man sich durch die Geld nur Zeit sparen kann. Sämtliche Inhalte sind auch für "nichtzahlende" Sammler erspielbar. Ebenso gelobt wird die Integration des kooperativen Spielmodus. "Der Co-op-Modus fühlt sich natürlich an und hat keine negativen Auswirkungen auf das Einzelspielererlebnis", schreibt Polygon. "Das allein würde 'Dead Space 3' schon zur Errungenschaft machen. Aber das neuen Waffenherstellungssysteme und die offenere Levelstruktur machen es zu einem der besten Action-Spiele seit Jahren." Wenngleich allgemeiner Konsens über die erfolgreiche Implementierung dieser beiden Features herrscht, wartet der Großteil der Presse mit reichlich Kritik für die Erzählung auf. "Nach wie vor wird man von der Atmosphäre vereinnahmt. Aber die rund 20 Stunden lange Kampagne fühlt sich stark gestreckt an", meint Edge.

Kein Horror mehr

Das Portal Metacritic macht die Meinungsspaltung deutlich. Die dutzenden Rezensionen zum Blockbuster umfassen Höchstwertungen von 98/100 Punkten genauso wie klare Verrisse mit 50/100 Punkten. Dies dürfte vor allem auf das abgeänderte Spielkonzept zurückzuführen sein. "Wenn man nach einem ausgelassenen Action-Titel Ausschau hält, der einem unzählige Möglichkeiten zum Wegpusten von Monstern bietet, könnte 'Dead Space 3' einer der aufregendsten Werke des Jahres sein.", sagt Guardian. "Aber, wenn Sie ein eingeschworener Serienfan sind, der sich von den erschauernden Horrormomenten der Vorgänger verführen ließ, seien Sie gewarnt: 'Dead Space 3' hat dieses Terrain verlassen und lässt keine Rückkehr in Sicht." In die internationalen Charts ist "Dead Space 3" unterdessen mit der Topplatzierung eingestiegen. (zw, derStandard.at, 11.2.2013)  

(Video: Die größten Games im Februar)

  • Dead Space 3
Für: PC, PS3, Xbox 360Von:  Electronic Arts/Visceral GamesAb: 18 JahrenUVP: 69,99 Euro
    foto: electronic arts

    Dead Space 3

    Für: PC, PS3, Xbox 360
    Von:  Electronic Arts/Visceral Games
    Ab: 18 Jahren
    UVP: 69,99 Euro

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