Islamisten-Gruppe bekennt sich zu Attacken in Nordmali

10. Februar 2013, 22:02
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Französische Armee bringt etwa 50 Journalisten in Sicherheit

Bamako - Die Bewegung für Einheit und Jihad in Westafrika (Mujao) hat sich am Sonntagabend zu einem Selbstmordattentat und Angriffen in der nordmalischen Stadt Gao bekannt. Der Mujao-Sprecher Abu Walid Sahraui sagte, die Kämpfe würden "mit Allahs Schutz bis zum Sieg fortgesetzt". Stunden zuvor hatte sich ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollpunkt im Norden von Gao in die Luft gesprengt. Später gab es im Zentrum Gaos, der größten Stadt im Norden Malis, Schusswechsel zwischen malischen Soldaten und islamistischen Kämpfern.

Ein Offizier der malischen Arme sagte, bei den Kämpfen seien "viele Islamisten" getötet worden. Die AFP-Reporter in Gao konnten diese Information zunächst nicht überprüfen. Die französische Armee brachte nach Angaben des Generalstabs am Abend etwa 50 Journalisten in Gao vorsorglich in Sicherheit.

Selbstmordattentäter

Bereits am Freitag wurde an dem Kontrollpunkt ein Selbstmordanschlag verübt, bei dem ein malischer Soldat leicht verletzt wurde. Dafür hatte ebenfalls die Gruppe Mujao die Verantwortung übernommen. Am Samstag wurden in Gao zwei mutmaßliche Selbstmordattentäter gefasst, die mit Sprengstoffgürteln auf Eseln unterwegs waren.

Gemeinsam mit anderen bewaffneten Gruppierungen kontrollierten die Mujao-Kämpfer monatelang den Norden Malis, bevor sie in den vergangenen Wochen bei einem Militäreinsatz unter französischer Führung zurückgedrängt wurden. Gao wurde am 26. Jänner von französischen und malischen Soldaten eingenommen. (APA, 10.2.2013)

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