Bulgarien übergab libanesischen Behörden Daten zu Burgas-Attentat

10. Februar 2013, 21:21
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Ermittler wollen nun direkte Beweise zu Tätern sammeln

Sofia/Jerusalem/Beirut - Bulgarien möchte gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden im Libanon die Ermittlungen nach dem Anschlag auf israelische Touristen fortsetzen. Der bulgarische Botschafter in Beirut, Plamen Zolow, werde einen Bericht zum Stand der Ermittlungen übergeben, berichtete das Staatsradio am Sonntag. "Die Ermittlung geht nun in eine neue Phase mit dem Sammeln von direkten Beweisen zu den Tätern über", fügte Kommissar Kalin Georgiew im Gespräch mit dem Fernsehsender Nova TV hinzu.

Bei dem Attentat von Burgas am 18. Juli 2012 waren fünf israelische Touristen, der bulgarische Fahrer sowie ein mutmaßlicher Attentäter getötet worden. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen in Bulgarien steht die libanesische Schiiten-Organisation Hisbollah hinter dem Anschlag. Zwei Helfer des mutmaßlichen Attentäters sollen in den Libanon zurückgekehrt sein.

Bulgarien möchte außerdem die EU über den Zwischenstand der Ermittlung ausführlich informieren, sagte Außenminister Nikolaj Mladenow in einem Interview des privaten Radios Darik vom Samstag. Beim Treffen der EU-Außenminister am 18. Februar in Brüssel wolle er einen entsprechenden Bericht vorlegen. Die USA und Israel hatten die Bekanntgabe der vorläufigen Ermittlungsergebnisse in Sofia begrüßt. Beide Staaten wollen seit Jahren die EU überzeugen, die Hisbollah als Terrororganisation einzustufen. (APA, 10.2.2013)

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