Britisches Missbrauchsopfer nahm sich nach Verhör das Leben

10. Februar 2013, 18:38
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Familie wirft der Justiz Mitschuld an ihrem Tod vor

London - Die britische Justiz ist in die Kritik geraten, da sich ein Missbrauchsopfer in einem Gerichtsverfahren nach einem intensiven Kreuzverhör das Leben genommen hat. Die 48-jährige Geigerin wurde wenige Tage nach ihrer Zeugenaussage tot aufgefunden. Ihre Familie wirft der Justiz eine Mitschuld an ihrem Tod vor.

Der Ex-Mann des Opfers sagte der "Mail on Sunday", sie habe das Gefühl gehabt, selbst unter Anklage zu stehen. Die Zeugin hatte in dem Prozess gegen ihren ehemaligen Musiklehrer und dessen Ehefrau ausgesagt. Die Verteidigerin bezeichnete sie als Lügnerin. Ein Gericht in Manchester sprach den ehemaligen Lehrer und seine Ehefrau am Freitag wegen sexueller Nötigung schuldig. (dpa, red, DER STANDARD, 11.2.2013)

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