Brauchbare Tools: Privatsphäre schützen trotz Graph Search

10. Februar 2013, 12:27
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Was über einen gefunden wird, hängt stark von den eigenen Einstellungen ab

Dass öffentliche Timelines auf Facebook von potentiellen Arbeitgebern, Polizisten oder Ex-Affären durchsuchbar sind, ist schon lange bekannt. Mit der neuen "Graph Search" Suche von Facebook ist es aber einfacher denn je, Vorlieben und punktuelle Ereignisse zu durchsuchen.

Graph Search

Wie die New York Times schreibt und Facebook auch immer wieder betont, ist alles, das über "Graph Search" zugänglich ist, von einem selbst abhängig. Umso wichtiger sin die Privatsphäre-Einstellungen. Was vorher nur mühsam zugänglich war, kann jetzt jederzeit über die Suche gefunden werden.

Vier Fragen im Hinterkopf

Zwar ist es nicht möglich, sich der Suche völlig zu entziehen, eine genaue Einstellung, wer was worüber sehen kann, ist dennoch möglich. Und Facebook selbst macht User seit Dezember auf die neuen Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre aufmerksam. Mit vier Fragen, die man laut New York Times im Hinterkopf belassen sollte, kann man die Einstellungen zumindest so vornehmen, dass es nicht irgendwann unangenehm wird, wenn Arbeitgeber oder Behörden nach einem suchen.

Peinliche Likes loswerden

Als erstes sollte man sich fragen, wie man gefunden werden möchte. In den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook ist es möglich, die Auflistung in einer Suchmaschine abzuschalten. Weiters sollte man im "Activity Log", das direkt über die Timeline zugänglich ist, anschauen, welche Likes und Aktivitäten für andere sichtbar sind. Auch Postings, die andere einem auf die Pinnwand schreiben, sollten soweit eingestellt sein, dass zumindest nur Freunde diese auch sehen können. Facebook ermöglicht es auch zu sehen, welche Likes man in den letzten Jahren auf der Plattform ausgegeben hat. So kann man peinliche oder nicht mehr aktuelle aktuelle Seiten loswerden.

Unerwünschte Inhalte

Was will man über sich selbst preisgeben? Diese zweite Frage sollte mit einem Review der eigenen Angaben kombiniert werden. In den "Über mich"-Einstellungen sollte man so wenig wie möglich öffentlich preisgeben, sofern dies nicht gewünscht ist. Schon kleine Details wie Geburtsdaten können missbraucht werden. Besonders vor Bewerbungen kann man zusätzlich Tools wie "Simplewash" oder "Socioclean" verwenden, um unerwünschte Inhalte loszuwerden.

Werbungen sperren

Um von Facebook nicht auf anderen Seiten getrackt zu werden, empfiehlt die New York Times die Browser-Erweiterungen "DisconnectMe" und "Ghostery". Wer keine unpassende Werbung angezeigt bekommen will, sollte diese auch regelmäßig wegklicken und einen Grund dafür angeben. So können Werbungen von bestimmten Firmen gesperrt werden.

Verbesserungsmöglichkeiten

Die letzte Maßnahme sollte sich mit Freundschaftsanfragen auseinandersetzen. Empfohlen wird, sich nicht mit jedem zu befreunden und sich gut zu überlegen, wessen Freundschaftsanfragen man annimmt. Mittels "Privacyfix.com" können Anwendungen von Freunden innerhalb von Facebook gesperrt werden. Das Unternehmen dahinter hat bereits angekündigt, ein eigenes Tool für "Graph Search" zu implementieren. Auch "Secure.me" ist ein brauchbares Tool für Facebook User: Es zeigt dem User, welche Inhalte über ihn tatsächlich abrufbar sind und deutet auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. (red, derStandard.at, 10.2.2013)

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    Wer Facebook regelmäßig nutzt, sollte die Privatsphäre-Einstellungen ganz genau unter die Lupe nehmen

     

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