Dresden chancenlos in Kaiserslautern, Fans randalieren

9. Februar 2013, 15:28
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Pfälzer schlagen unter Trainer Foda Peter Pacults Dynamo Dresden mit 3:0. Hoffer steuert dritten Treffer bei. Ausschreitungen durch Dresden-Anhang

Der 1. FC Kaiserslautern hat Dynamo Dresden in der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga mit einem 3:0-Heimsieg erwartungsgemäß in die Schranken gewiesen. An den Seitenlinien standen mit Lauterns Ex-Sturm-Coach Franco Foda bzw. dem ehemaligen Rapid-Trainer Peter Pacult zwei alte Bekannte. Foda durfte sich über die Festigung des zur Relegation berechtigenden dritten Tabellenrangs freuen, die seit Mitte Dezember des Vorjahres von Pacult betreuten Dresdner sitzen hingegen auf dem 16. Platz fest.

Mit Christopher Drazan und Erwin Hoffer liefen aufseiten der Hausherren auch zwei ehemalige Pacult-Schützlinge ein. Die im Winter von Foda geholten Ex-Rapidler kamen in der 62. bzw. 68. Minute auf das Spielfeld. Hoffer belohnte seine gute Leistung in der 81. Minute mit dem 3:0, für den Stürmer war es das erste Tor nach seiner Rückkehr zu den Lauterern.

"Wir sind schwer ins Spiel gekommen, Dresden war in den ersten zehn Minuten besser. Phasenweise war das ein bisschen Leerlauf, aber insgesamt haben wir uns spielerisch viel besser präsentiert als zuletzt. Es ist wichtig, dass wir auf der Bank Alternativen haben, die reinkommen und etwas bewegen, so wie Jimmy Hoffer", lobte Foda.

Und Pacult meinte: "Das war eine bittere Niederlage, die mir sehr weh tut, weil wir bis zum 0:1 die bessere Mannschaft waren. Wir haben den Ball gut laufen gelassen und wie die Heimmannschaft agiert. Durch einen Tausend-Gulden-Schuss, bei dem mich die Vorgeschichte mit dem Fehlpass ärgert, dreht sich das ganze Spiel. "Wir haben Katastrophenfehler gemacht, die sich gegen so eine Spitzenmannschaft rächen. Uns fehlt derzeit die Sicherheit, aber ich sehe das Bemühen der Mannschaft. Jetzt müssen wir Ruhe bewahren, aber die Spieler auch auf die Fehler hinweisen."

Dynamo-Herzbuben

Die Partie wurde von schweren Ausschreitungen überschattet. Dynamo-Anhänger randalierten auf dem Messeplatz, griffen Polizisten an, beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge. Ein Bus-Insasse erlitt Schnittwunden durch herumfliegende Splitter, eine Frau einen Schock. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro. Fest- oder Ingewahrsamnahmen gab es offiziellen Angaben zufolge trotz der Krawalle nicht.

Im Stadion waren die Beamten bereits vor dem Anpfiff mehrfach eingeschritten und hatte eine Gruppe Dresdner zurückgedrängt, die den Nachbarblock stürmen wollte. Unmittelbar vor Spielbeginn und während der zweiten Halbzeit zündeten die nach Polizeiangaben "zum Teil äußerst aggressiven" Dynamo-Anhänger "massiv Pyrotechnik".

Ein beachtliches Resultat erreichte Ralph Hasenhüttl mit dem VfR Aalen. Der fünftplatzierte Aufsteiger trotzte Spitzenreiter Braunschweig ein 1:1 ab. (APA/sid 08.02.2013)

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